​​Eintracht Frankfurt steht mit einem Bein im Europa-League-Achtelfinale. Der Bundesligist zerlegte RB Salzburg vor heimischer Kulisse mit 4:1. Die Schweigeminute für die Opfer vom Terroranschlag in Hanau vor dem Anpfiff wurde von einigen Unruhestiftern gestört.


Frankfurt: Trapp - Toure, Ilsanker (Durm, 86.), Abraham, N'Dicka - Hasebe - Sow, Rode - Kostic, Kamada (da Costa, 80.) - Silva (Paciencia, 75.)


Salzburg: Stankovic - Ulmer, Wöber, Onguene, Farkas - Junuzovic - Szoboszlai (Camara, 71.), Okugawa (Adeyemi, 46.) - Mwepu - Hwang, Daka (Koita, 46.)


Tore: Kamada (12., 43., 53.), Kostic (56.) / Hwang (85.)


Flutlicht an, Europa-Abend in Frankfurt! Vor dem Spiel kam es bei der Schweigeminute für die Opfer des Terroranschlags in Hanau allerdings zu unschönen Szenen: Fans von RB Salzburg grölten in die Stille, ein Zuschauer soll die deutsche Nationalhymne angestimmt haben. Die Fans im Stadion reagierten mit einem Pfeifkonzert und "Nazis-Raus"-Rufen. 

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Deutlich erfreulicher verlief dann - aus Sicht der Eintracht - das tatsächliche Spiel. Das hohe Anlaufen beider Mannschaften ließ ein kontrolliertes Aufbauspiel nur selten zu, dadurch entwickelte sich eine dynamische, aber zähe Partie. Den Torreigen für die Eintracht eröffnete Daichi Kamada, der vom schlechten Stellungsspiel von Gegenspieler Jerome Onguene profitierte und cool zur Führung einschob. Der Japaner war es dann erneut, der kurz vor dem Seitenwechsel nach Zuspiel von Djibril Sow mit einem sehenswerten Heber auf 2:0 erhöhte.


Der Halbzeitstand ging durchaus in Ordnung. Die SGE erspielte sich zwar keine Torchancen im Übermaß, kontrollierte die Partie jedoch klar. Nach dem Pausentee nahmen die Hausherren das Zepter dann endgültig in die Hand. Nach viel zu passivem Abwehrverhalten der Salzburger durfte Evan N'Dicka unbehelligt flanken, fand Kamada in der Mitte, der per Kopf auf 3:0 stellte. 


Kostic und Hwang treffen: Zwei strittige Tore


Filip Kostic, bedient von Andre Silva, schraubte das Ergebnis wenige Minuten später sogar auf 4:0! Die Zuschauer vor dem Publikum warteten vergeblich darauf, dass der Video-Schiedsrichter den Treffer zurücknahm. Denn: Vorbereiter Silva stand zuvor eigentlich im Abseits. Das Schiedsrichter-Gespann muss die Szene allerdings als neue Spielsituation bewertet haben. 


Kurz vor Schluss standen die Unparteiischen erneut im Fokus, als sie Salzburg einen äußerst strittigen Elfmeter zusprachen; Sow spielte zuvor eigentlich klar den Ball. Hwang ließ sich die Chance nicht nehmen und verkürzte immerhin noch auf 4:1.

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Mit dem insgesamt klaren 4:1 steht die SGE nichtsdestotrotz mit einem Bein im Achtelfinale der Europa League und konnte nach der Schlappe in der Bundesliga gegen den BVB wieder ordentlich Selbstvertrauen tanken.

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