​​Werder Bremen muss sich auf den Ernstfall vorbereiten. Der Abstieg aus der Bundesliga ist bei einer anhaltenden Talfahrt kaum zu vermeiden. Etliche Abgänge müssten die Grün-Weißen im Sommer verkraften.


Am Wochenende wartet auf Werder die nächste Chance auf einen Befreiungsschlag. Bis zum Saisonende bleibt dem Klub immer weniger Zeit, die Wende einzuleiten. Der zweite Abstieg der Vereinsgeschichte droht Realität zu werden. Auf den ​Ernstfall bereiten sich die Norddeutschen bereits vor.


Klar ist, dass deutliche finanzielle Einbußen unvermeidbar wären. Einher gehen damit die Kürzungen der Spielergehälter. Ohnehin wird der Kader in ​Liga Zwei nicht mit dem aktuellen zu vergleichen sein. Denn viele Leistungsträger stehen vor einem Abgang.


Ausverkauf von Rashica und Co.?


Allen voran der viel umworbene Milot Rashica dürfte die Bremer auf keinen Fall in das Unterhaus begleiten. Der Kosovare ist fest als Verkauf im Sommer eingeplant und soll den Werderanern mit bis zu 38 Millionen Euro weiterhelfen. Sein Berater Altin Lala weiß, dass sich dem 23-Jährigen viele Optionen bieten und erklärte bereits: "Man muss auf alle Szenarien vorbereitet sein."​


Neben dem Top-Scorer weisen noch weitere Stars eine zu große Klasse auf, als dass sie ins Unterhaus mitgehen würden. Jiri Pavlenka möchte erstklassig bleiben und wird genug Angebot erhalten. Der erfahrene Davy Klaassen hat zwar wie alle anderen Bremer ein Arbeitspapier für Liga Zwei, ist bei einem Abstieg aber ebenfalls ein Verkaufskandidat. 

Ludwig Augustinsson

Ludwig Augustinsson ist einer der Wechselkandidaten



Seine ursprüngliche Ablöse von 13,5 Millionen Euro wird der Niederländer im Abstiegsfall aber kaum einbringen können. Für Höheres berufen sind auch Ludwig Augustinsson oder Miloš Veljković. Weitere Kandidaten müssten eine große Entscheidung treffen. Das gilt vor allem für Maximilian Eggestein. Seine Entwicklung hängt wesentlich von der kommenden Saison ab.


Maxi Eggestein als Wegweiser


Der Youngster würde sicherlich Angebote aus den Top-Ligen erhalten. Doch als langjähriger Bremer könnte er das Projekt Wiederaufstieg als einer der großen Anführer mit gestalten. Andere Talente wie Johannes Eggestein, Josh Sargent oder David Philipp könnten ebenfalls in der zweiten Liga den lang ersehnten Durchbruch schaffen.


Gewisse Strukturen bleiben den Norddeutschen dementsprechend erhalten. Mit einer guten Mischung aus Erfahrung und jugendlicher Spielfreude muss sich die Mannschaft schnell wieder finden. Fünf bis sechs große Abgänge wird Werder aber in jeden Fall verkraften müssen. Zumindest kann das Geld sofort in die Zukunft investiert werden.