Als derzeit großes Problem wurde bei ​Schalke 04 die zuletzt mangelnde Offensiv-Power ausfindig gemacht. Ein Tor in den letzten vier Bundesliga-Partien bestätigen dies eindrucksvoll. Alessandro Schöpf, momentan als Ersatz für Suat Serdar unterwegs, hat die Probleme in der Offensive nun aufgegriffen und thematisiert.


Die letzten Partien in der Bundesliga wusste Schalke nicht mehr positiv zu gestalten. Der Unterschied zum Rückrunden-Auftakt gegen ​Borussia Mönchengladbach schien Woche für Woche immer deutlicher zu werden. Die größten ​Probleme hat man derzeit in der Offensive, und vor allem auch auf dem Weg dahin. 

Bastian Oczipka,Alessandro Schoepf,Michael Gregoritsch


Das einzige Tor der letzten vier Begegnungen konnte Ahmed Kutucu beim 1:1 gegen den ​SC Paderborn erzielen. Zudem blieb man gegen andere Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel blank: Auch gegen ​Hertha BSC und auch ​Mainz 05 gelang nicht ein Treffer - zu wirklich großen Torchancen war man aus dem Spiel heraus ohnehin nicht gekommen. Ein Problem, was nicht nur immer sichtbarer, sondern auch immer gefährlicher wird. Während die Knappen defensiv zumeist souverän und ohne Gegentor blieben, schien man beinahe ratlos auf dem Weg zum Tor. 


Schöpf bemängelt fehlende Schalker Durchschlagskraft - Serdar-Ausfall macht sich bemerkbar


Auch Alessandro Schöpf schlug nun einen kleinen Alarm. Der Österreicher ersetzte zuletzt den seit Ende Januar verletzten Suat Serdar. "Uns fehlt im Moment vorn die Durchschlagskraft und die letzte Konsequenz", wird Schöpf vom kicker zitiert. Eine richtige und logische Beobachtung, die der 26-Jährige verlauten ließ. Allerdings verschweigt dieser Satz gleichzeitig auch die ganzen Komplikationen die S04 momentan hat, wenn es darum geht, sich erstmal bis zum gegnerischen Strafraum zu spielen. Nicht nur "die letzte Konsequenz" fehlt, als würde man sich Chancen erarbeiten, diese jedoch nicht nutzen. Schon das Kombinationsspiel nach vorne, weder in den anvisierten Umschaltmomenten, noch aus dem eigenen Spielaufbau heraus, ist ​nur noch sehr bedingt vorhanden


Wenig verwunderlich also, dass man sehnsüchtig auf die Rückkehr von Suat Serdar wartet. Er ist nicht nur der bislang torgefährlichste Spieler bei Königsblau, sondern war in seinen Spielen stets ein elementarer Bestandteil des aggressiven Verteidigens mitsamt der anschließenden Torgefahr. Wichtige Aspekte, die man in den letzten Wochen hat vermissen lassen. Gegen ​RB Leipzig am Samstagabend wird man wohl erneut auf den 22-Jährigen verzichten müssen: Bis inklusive Mittwoch hat er noch nicht wieder mit der Mannschaft trainieren können.