Beim FC Bayern brechen die entscheidenden Wochen der Saison an. Zumindest vor dem Liga-Spiel am Freitag drückt beim Rekordmeister der Schuh in der Abwehr. Flick muss gegen Paderborn erneut sein Linksfüßer-Trio aufbieten. Eine Lösung, die in Zukunft vermieden werden soll - und zwar mit einem "eigenen van Dijk".


​Der ​FC Bayern kann am Freitagabend gegen den ​SC Paderborn einen zweiten Testlauf starten. Nein, besser gesagt, der Rekordmeister ist sogar dazu gezwungen. Denn gegen das Tabellenschlusslicht können Jerome Boateng und Benjamin Pavard Gelb-gesperrt nicht mitwirken. Heißt: zwei der vier Stellen in der Abwehrkette sind neu zu besetzen.


Auf der rechten Seite kommt eigentlich nur Winter-Leihgabe Álvaro Odriozola infrage. Sollte Flick nicht auf den Spanier setzen, müsste er Kimmich auf seine alte (und ungeliebtere) Position zurückversetzen. Es wäre gleichzeitig ein Eingeständnis, dass Odriozola ein Fehlgriff war. Viel wahrscheinlicher wird derSpanier  in der Startelf stehen - neben Lucas Hernandez als rechter Innenverteidiger.


Nächste Prüfung für die Linksfüßer


Und hier ist der Testlauf am interessantesten. Denn mit Hernandez, Alaba und Davies werden drei Linksfüßer verteidigen. Wie schon in der zweiten Halbzeit in Köln. Gegen den FC sah die Bayern-Defensive alles andere als Sattelfest aus. Gegen Paderborn müssen die drei zeigen, dass sie auch gemeinsam können. Ansonsten dürfte diese Option im weiteren Verlauf der Saison wegfallen - was wiederum für Jerome Boateng so etwas wie eine Startelfgarantie bedeuten würde.

Jhon Cordoba, Lucas Hernandez

In naher Zukunft könnte der Weltmeister aber das FCB-Trikot abstreifen. Im Sommer dürfte ein weiterer Innenverteidiger an die Säbener Straße wechseln. ​Das Interesse an Leipzigs Dayot Upamecano legt das nahe, zumal neben Boateng auch Javi Martinez den Abflug machen könnte. Upamecano wäre ein hochtalentierter Verteidiger, der vor allem viel körperliche Wucht mit sich bringen würde (1,86 Meter, 90 kg). Ein Profil, nachdem man in München fahndet, berichtet der kicker.


Upamecano ist der Wunschspieler des FC Bayern


Einen eigenen van Dijk will man haben, heißt es im Bericht des Fachmagazins. Upamecano (Vertrag bis 2021 in Leipzig) würde dem Vernehmen nach 60 Millionen Euro kosten. Viel Geld, angesichts weiterer Kader-Baustellen im Sommer. Zumal man den 21-jährigen Franzosen 2015 für einen Bruchteil hätte bekommen können. Der kicker schreibt, dass man sich damals mit seinem Klub FC Valenciennes auf eine mickrige Ablöse von 2,4 Millionen Euro geeinigt hätte, ehe die Scoutingabteilung einen Rückzieher gemacht habe und eine SMS an die Franzosen mit der Absage versendet haben soll. Am Ende griff Leipzig zu.

Dayot Upamecano

Bei all der Diskussion um einen "eigenen van Dijk" sollte man beim FC Bayern aber nicht vergessen, dass Niklas Süle noch im Kader steht. Der deutsche Nationalspieler könnte nach seinem Kreuzbandriss sogar noch im Endspurt der laufenden Saison eingreifen und soll spätestens 20/21 wieder den Abwehrchef gegen. Die Frage, ob Süle genau ein solcher "van-Dijk-Typus" wäre, erübrigt sich allein schon wenn man sich den 24-Jährigen anschaut.


Mehr Körperlichkeit in der Zentrale nötig?


Nichtsdestotrotz muss ein neuer Innenverteidiger kommen, wenn Boateng und/oder Martinez gehen. Letzterer könnte auch im defensiven Mittelfeld spielen. Und auch hier zeigt sich eine körperliche Schwäche beim FCB. Denn mit Thiago und Kimmich laufen hier aktuell zwei eher kleine Spieler auf. Die körperliche Präsenz in der Zentrale geht den Bayern so ein wenig abhanden. 


"Du musst den zweiten Ball bekommen, das ist entscheidend", erklärte Flick dem kicker und hob das Geschick seines Mittelfeldduos heraus. Recht damit, dass die körperliche Institution nicht allein entscheidend ist, hat der FCB-Coach allemal. Wenn am Freitagabend seine Defensive steht, werden in der Zentrale mit Thiago, Kimmich, Alaba und Hernandez dennoch vier Spieler auflaufen, von denen nur Hernandez gerade so die 1,80 überschreitet (1,82 m) - Alaba ist exakt 1,80 m groß.


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