Beim ​FC Bayern ist Hansi Flick als Cheftrainer bis zum Ende der aktuellen Saison gesetzt - aber bislang auch eben nur bis zum Sommer. Über einen neuen, dann langfristigen Vertrag scheint die Vereinsführung erst im Mai sprechen zu wollen. Flick würde gerne bleiben, verspürt aber keinen Druck: Er soll schon das Interesse anderer Vereine geweckt haben.


Seitdem Hansi Flick in München das Ruder übernommen hat, läuft es wieder rund für den deutschen Rekordmeister. Zahlreiche Siege, oftmals sehr souveräne Auftritte, viele Tore. Schon jetzt hat sich der 54-Jährige für ein Engagement über den Sommer hinaus beworben, auch wenn die anstehenden Partien in der Champions League ein weiterer und wichtiger Gradmesser werden. 

Hansi Flick


Dass die FCB-Vereinsführung in Person von Präsident Herbert Hainer hat verlauten lassen, über eine langfristige Zusammenarbeit ​erst am Ende der Saison reden zu wollen, hat Flick laut Sportbild überrascht. Er selbst habe nicht gewusst, dass man sich erst im Mai beraten wolle. Die beiden Begegnungen mit dem ​FC Chelsea in den kommenden Wochen werden auch für den Coach als Bewährungsprobe angesehen. Auch wenn man die beiden Spiele erfolgreich und souverän gestalten kann, soll Flick wohl dennoch bis zum Saisonende warten müssen - eine "Konstellation", über die er "nicht glücklich" sein soll. Immerhin sehe Wertschätzung anders aus.


Flick weckt das Interesse anderer Vereine - abgekühltes Verhältnis zu Salihamidzic


Dabei hat der Cheftrainer, der sich auf das Vertrauen der Spieler berufen kann, allerdings weniger Druck, als es noch im Winter der Fall war. Anders als vor etwa zwei Monaten hat der ehemalige Co-Trainer von Joachim Löw mittlerweile auch andere Vereine von seiner Arbeit überzeugen können. Wie die Sportbild berichtet, seien bereits erste Anfragen hinterlegt worden. Neben der Unterstützung der Mannschaft ein weiteres Argument auf der Flick-Seite. 


Probleme soll es jedoch noch im Verhältnis zu Sportdirektor Hasan Salihamidzic geben. Die offensive und öffentliche Forderung nach spielerischer Verstärkung während der Winterpause habe ihm gar nicht gefallen - auch das Einbeziehen mancher Spieler sorgte bei Brazzo für Irritation. Zudem hat er noch nicht bekräftigt, sich eine zukünftige Zusammenarbeit mit Flick vorstellen zu können, im Gegensatz zu Hainer und Karl-Heinz Rummenigge. 

Alphonso Davies,Hansi Flick


Am Ende spricht jedoch weiterhin sehr viel für Flick als langfristige Lösung. Nicht nur, weil es kompliziert wäre, eine Alternative zu finden. Die Führung soll aktuell keinen anderen geeigneten Kandidaten ausgemacht haben - was vor allem gegen Ajax-Coach Erik ten Hag sprechen würde.


Flick selbst überzeugt mit seiner Arbeitsweise, den Ergebnissen und den Auftritten. Da auch er sich bei den Bayern wohlfühlen soll, könnte ein neuer Vertrag zwar zu einer Hängepartie werden. Die Spannung wird hochgehalten, während sich die Mannschaft für ihren Trainer-Favoriten ins Zeug legen möchte. Verläuft die Saison weiterhin so siegreich, dürfte a nur sehr wenig gegen Hansi Flick als Zukunftslösung sprechen.