Er hatte sich gerade fest etabliert und gut eingespielt im Spielsystem von Dieter Hecking. Dann - beim etwas kleineren Nordderby - die Schrecksekunde: Jeremy Dudziak lag verletzt am Boden, ​musste in der 68. Minute das Feld verlassen. Wie nun mitgeteilt wurde, hatte der Mittelfeldspieler jedoch Glück im Unglück. 


Jeremy Dudziak wird seinem Trainer Dieter Hecking aller Voraussicht nach zum Saisonende wieder zur Verfügung stehen. Laut ärztlicher Diagnose heißt es, der 24-Jährige habe sich einen Teilabriss des Innenbandes im Knie zugezogen, dazu ist sein Kreuzband überdehnt. Damit ist die schlimmste Befürchtung vom Tisch: Ein Kreuzbandriss. Aufatmen beim ​HSV. Dudziak wird seiner Mannschaft demnach ungefähr acht Wochen fehlen. 

Jeremy Dudziak

Musste gegen Hannover verletzt vom Platz gehen: Jeremy Dudziak


Auch Dieter Hecking lobte Dudziaks zuletzt starke Form gegenüber dem kicker und teilte mit, dass der offensive Mittelfeldspieler zum Ende der laufenden Saison höchstwahrscheinlich wieder fit sein wird: "Wir hatten mit dem Schlimmsten gerechnet, es ist zumindest nicht der zunächst befürchtete Kreuzbandriss. Es ist keine Operation nötig, das ist positiv. Trotzdem ist es schade für ihn, weil ich fand, dass er in den letzten Wochen wirklich sehr gut drauf war. Aber wir gehen davon aus, dass Jerry noch in dieser Saison wieder spielen kann."


Wer kompensiert den Ausfall von Dudziak?


Nachdem Adrian Fein momentan ebenfalls verletzt ausfällt, jedoch mit Gideon Jung eine souveräne Vertretung für die zentrale Mittelfeldposition zur Verfügung steht, stellt sich die Frage, wer Dudziak leistungsgerecht vertreten kann. Möglich, dass der ​Routinier Aaron Hunt für den verletzten Deutsch-Tunesier ​in Frage kommt. Eine Vertretung durch David Kinsombi ist ebenfalls denkbar, wobei Kinsombi einfach nicht zurück zu seiner alten Stärke finden will. Es bleibt Stand jetzt eine unbeantwortete Frage, die sich frühestens am kommenden Sonnabend wenn es gegen den Stadtrivalen ​1. FC St. Pauli geht, beantworten lässt.