​Nicht ganz unerwartet musste sich der ​1.FC Köln gestern gegen den Tabellenführer aus München geschlagen geben. Doch nicht nur die 1:4-Niederlage dürfte Trainer Markus Gisdol zu denken gegeben haben - vor dem wichtigen Auswärtsspiel in Berlin am kommenden Samstag muss er sich auch noch mit Personalproblemen rumschlagen.


Denn mit Noah Katterbach verletzte sich gegen den Rekordmeister einer der zuletzt formstärksten Spieler. Der 18-jährige Außenverteidiger zog sich nach einem Zusammenprall mit seinem Teamkollegen Rafael Czichos eine Bänderverletzung am Sprunggelenk zu und wird auf unbestimmte Zeit ausfallen. 


Debüt für Winter-Neuzugang Leistner?


Da auch Innenverteidiger Sebastiaan Bornauw aufgrund einer Gelbsperre in der Hauptstadt fehlen wird, muss Gisdol seine Hintermannschaft umbauen. Gegen die Bayern übernahm Ismail Jakobs nach Katterbachs Ausscheiden den Part auf der defensiven linken Außenbahn, Florian Kainz agierte auf dem linken Flügel. Wer für Bornauw ins Team rücken wird, ist noch unklar. 

Eigentlich prädestiniert dafür wäre der Spanier Jorge Meré - doch der steckt seit einiger Zeit in einem tiefen Formloch. 

Jorge Mere

Zuletzt nicht einmal mehr im Kader der Geißböcke: Jorge Meré


Zuletzt war der Spanier nicht einmal mehr im Aufgebot der Geißböcke. Doch die Ausfälle von Bornauw und Katterbach könnten für ihn die Tür erneut öffnen. Im Kader wird der Spanier wohl in jedem Fall stehen.


Wahrscheinlicher jedoch ist die Option ​Toni Leistner (29). Der im Winter von den Queens Park Rangers ausgeliehene Innenverteidiger kommt von der Anlage her Bornauw am nächsten: groß (1,90 Meter), wuchtig und mit aggressiver Zweikampfführung könnte der in Dresden geborene Verteidiger sein Debüt für die Kölner feiern. Es wäre gleichzeitig auch sein Bundesliga-Debüt.