​Dem ​HSV gelang gegen ​Hannover 96 am Samstag ein 1:1-Unentschieden. Das Remis erkauften sich die Rothosen aber teuer, denn Mittelfeldspieler Jeremy Dudziak musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Immerhin konnte Edel-Joker Joel Pohjanpalo weiter Eigenwerbung betreiben.


Es war der große Schreckmoment für den Hamburger SV. Nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit verletzte sich Leistungsträger Jeremy Dudziak am Knie und musste behandelt werden. Nach kurzer Analyse stand fest, dass dem 24-Jährigen eine schlimme Diagnose bevorstehen könnte. Gestützt von den Mannschaftsärzten ging der Pechvogel in die Kabine.


Zur Abreise der Mannschaft musste Dudziak nicht von Krücken gestützt werden. Doch sofort nach der Heimreise wurde er in die Universitätsklinik Eppendorf gebracht, so die Morgenpost. Dort wurde der Abräumer gründlichst untersucht. Wie das Abendblatt berichtet, gab es am Sonntagvormittag aber eine leichte Entwarnung. Der Mittelfeldspieler hat sich das Innenband teilweise gerissen, zudem erlitt er eine Überdehnung des vorderen Kreuzbandes.


Dudziak-Schock überschattet späten Punktgewinn


Damit warten auf Dudziak trotzdem mehrere Wochen Pause. Eine Rückkehr in dieser Saison ist zumindest nicht ausgeschlossen. Der Schock während der Partie war groß. "Wenn man einen Mitspieler so am Boden liegen sieht, tut einem das sehr leid. Aber im Spiel muss man trotzdem versuchen, das schnell abzuhaken", so Mitspieler Louis Schaub nach dem Duell.


Auch Trainer Dieter Hecking befürchtete gleich einen längeren Ausfall. Den aktuellen Meldungen zufolge kann er aber wohl etwas aufatmen. Ein freudiger Lichtblick am Samstagmittag war dagegen der Finne Joel Pohjanpalo. Nach dem zweiten Tor in drei Joker-Einsätzen für den HSV, winkt dem Stürmer die Startelf.

Joel Pohjanpalo

Joel Pohjanpalo macht sich Hoffnungen auf einen Startelf-Einsatz


"Natürlich will ich von Anfang an spielen. Wenn ich reinkomme, ist es mein Job, ein Tor zu machen. Das ist egal, ob ich am Anfang auf dem Platz stand oder von der Bank komme", so der 25-Jährige in der Morgenpost. Der Angreifer ist topfit und wünscht sich die Gelegenheit, sich in der Anfangsformation zu beweisen. Die Konkurrenz ist mit Lukas Hinterseer aber groß.


"Lukas hat einen super Job gemacht, erst im letzten Spiel zwei Tore gemacht. Da ist ganz klar, dass er anfangen darf. Das weiß ich auch. Aber wir haben alle das gleiche Ziel: Wir spielen für die Mannschaft. Alle wissen, dass es egal ist, ob man von der Bank kommt – jeder bringt seine Leistung für die Mannschaft."