Der Hamburger SV lässt wieder einmal wichtige Punkte liegen.Trotz des späten 1:1-Remis gegen ​Hannover 96 droht Spitzenreiter Arminia Bielefeld zu enteilen, gleichzeitig steigt der Druck von unten. Für die Hanseaten spitzt sich das Aufstiegsrennen zu.


Das achte Unentschieden kommt für den HSV zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Während die Mannschaft von Dieter Hecking bis in die sechste Minute der Nachspielzeit wie der sichere Verlierer aussah, dank Joel Pohjanpalo aber immerhin einen Punkt aus Hannover entführen konnte, gewann Arminia Bielefeld bei Greuther Fürth mit 4:2. Die Ostwestfalen stellen somit wieder den zwischenzeitlichen Vorsprung von drei Punkten her und können sich ein wenig absetzen, bevor der VfB Stuttgart am Montag (20:30 Uhr) im Gastspiel beim VfL Bochum mit dem HSV gleichziehen kann.

Wie schon in den vergangenen Jahren bleibt das Aufstiegsrennen spannend, auch weil die Verfolger weiterhin punkten. Der 1. FC Heidenheim bleibt mit aktuell drei Punkten Rückstand auf Rang drei in Schlagdistanz, auch Jahn Regensburg hat die Aufstiegsränge - wenn auch etwas entfernter - im Blick. Doch der HSV patzt und droht erstmals seit dem vierten Spieltag von einem direkten Aufstiegsplatz abzurutschen.


Hätte Pohjanpalo nicht den späten Ausgleich erzielt, wäre der Rückstand auf Bielefeld schon auf vier Punkte angewachsen. Die Ausgangslage droht wieder ähnlich eng zu werden, wie vor der Winterpause. Nach dem 18. Spieltag lag Hamburg punktgleich mit Stuttgart auf Rang zwei, die Verfolger Heidenheim und Erzgebirge Aue waren in unmittelbarer Nähe. Spätestens am Montagabend wird sich der Druck wieder vergrößern.


Richtungsweisende Wochen


Trotz der guten Ergebnisse hat es die Mannschaft verpasst, sich in der Tabelle abzusetzen. Lässt sie dann Federn, was im Laufe einer Saison völlig normal ist, wird es brenzlig. Nach dem Stadt-Derby gegen den FC St. Pauli warten mit Aue, Fürth, Bielefeld und Stuttgart unter anderem zwei direkte Konkurrenten. In den Spitzenspielen fällt womöglich die erste Vorentscheidung, umso wichtiger ist es, bis dahin konstant zu punkten.


Mit Jordan Beyer, Louis Schaub und Joel Pohjanpalo hat sich der HSV ordentlich verstärkt. Nun geht es darum, wieder Konstanz in das eigene Spiel zu bringen. Wenn das gelingt, ist das Ausmaß des Ausrutschers in Hannover überschaubar. Wenn nicht, dann droht die Rückrunde ähnlich ungemütlich zu werden wie vor einem Jahr.