Im Sommer 2018 hätte Julian Nagelsmann ein königlicher Trainer werden können. Real Madrid wollte ihn als Zidane-Nachfolger. Doch der 32-Jährige sagte den Königlichen ab - und erklärt nun warum.


Nach dem Triple in der ​Champions League nahm Zinedine Zidane 2018 seinen Hut bei ​Real Madrid. Nachfolger wurde Julen Lopetegui, der mittlerweile auf dem Trainerstuhl der Königlichen ebenso wieder Geschichte ist wie dessen Nachfolger Santiago Solari. Seit März 2019 steht Zizou wieder an der Seitenlinie im Santiago Bernabeu.


Es hätte aber auch ganz anders kommen können. Wenn sich Julian Nagelsmann im Sommer 2018 bereit gefühlt hätte beim wohl größten Klub der Welt Trainer zu sein. Statt zu Real ging es für ihn ein Jahr später von Hoffenheim nach Leipzig.


Nagelsmann noch nicht bereit für Trainerjob bei Real Madrid


Nagelsmann bestätigte im Gespräch mit dem Independent die Anfrage der Blancos - und erläuterte, warum er den Königlichen abgesagt hatte. "Es ist normal, dass du ins Nachdenken kommst, wenn Real Madrid dich anruft. Ich war zuerst überrascht, habe es abgewogen und hatte kein gutes Gefühl, dorthin zu gehen", so Nagelsmann.


Denn: "Ich will mich verbessern. Wenn du zu Real Madrid gehst, hast du keine Zeit, dich als Trainer zu verbessern. Du musst schon der Beste sein. Das bin ich aber nicht", lautete seine schonungslos ehrliche Analyse. Nagelsmann hat offenbar Karriereplan im Kopf, der verknüpft ist mit seiner Entwicklung als Trainer.


Klar ist für ihn nämlich auch, dass er eines Tages einen Klub wie Real Madrid übernehmen möchte. Doch erst dann, wenn er sich selbst in der internationalen Trainer-Elite angekommen sieht. "Ich kann aber sagen, dass ich in Zukunft einer der besten Trainer sein will. Wenn du zu Real Madrid oder nach Barcelona gehst, geben dir die Fans, die Medien und die Verantwortlichen dafür keine Zeit."