Die Sommer-Transferperiode wirft ihre Schatten voraus und auch bei ​RB Leipzig gibt es bereits einige Spieler, die als Wechselkandidat gehandelt werden. Viele RB-Profis haben sich in den letzten Monaten mit starken Leistungen in den Fokus von Top-Klubs gespielt. Im Kader der Roten Bullen gibt es zudem auch einige Spieler, die aufgrund ihrer recht überschaubaren Einsatzzeiten einen Wechsel forcieren könnten, weshalb dem Tabellenzweiten am Saisonende ein großer Umbruch droht. 


Mit ​Timo Werner und ​Dayot Upamecano haben die Sachsen zwei wichtige Leistungsträger in den Reihen, die den Verein im Sommer dank einer Ausstiegsklausel verlassen können. Mit Blick auf die namhaften Interessenten gilt der Abschied des Duos als sehr wahrscheinlich. Als heißer Wechselkandidat wurde in den letzten Wochen auch Lukas Klostermann gehandelt. Der Vertrag des Nationalspielers läuft im Sommer 2021 aus. Die Verantwortlichen arbeiten zwar bereits seit geraumer Zeit an einer Verlängerung, bislang allerdings ohne Erfolg. Lehnt der 23-Jährige eine Ausdehnung seines Kontrakts ab, scheint ein Verkauf die logische Konsequenz zu sein. 


Ähnliches Szenario bei Laimer und Kampl

Konrad Laimer wechselte im Sommer 2017 nach Leipzig, wo er eine gewisse Zeit brauchte, um wirklich Fuß zu fassen. Unter Cheftrainer Julian Nagelsmann zählt der variabel einsetzbare Mittelfeldspieler jedoch zum Stammpersonal und zeigt in dieser Saison auch seine Offensivqualitäten. Vier Tore und zwei Vorlagen steuerte der Österreicher in 28 Pflichtspielen bei. Konkrete Interessenten für den Nationalspieler gibt es zwar noch nicht, hält der 22-Jährige allerdings sein hohes Leistungsniveau, dürfte es die eine oder andere Anfrage für den gebürtigen Salzburger geben. Aufgrund seines 2021 auslaufenden Vertrags sind die Roten Bullen auch bei Laimer in der Zwickmühle (verlängern oder verkaufen).

Pre-Season Friendly"Red Bull Leipzig v Galatasaray SK"

Trägt seit August 2017 das RB-Trikot: Kevin Kampl



Aufgrund von Verletzungen bringt es Kevin Kampl in dieser Saison bislang nur auf sechs Pflichtspieleinsätze. Seit Ende November wird der Mittelfeldspieler von einer Sprunggelenksverletzung außer Gefecht gesetzt. Mit einem Comeback des 29-Jährigen wird im März gerechnet. Der Routinier wird anschließend sicherlich noch eine gewisse Zeit brauchen, um sich wieder an die Startelf heranzukämpfen. 


Parallel dazu wird sich Kampl auch intensiv Gedanken über seine Zukunft machen. Das nächste Arbeitspapier, das der Ex-Dortmunder unterschreiben wird, dürfte der letzte "große Vertrag" in seiner Karriere sein. Sieht der slowenische Nationalspieler seine Zukunft nicht mehr in Leipzig, deutet vieles auf eine Trennung im Sommer hin. 


Lookman vor Abschied

Ademola Lookman kehrte im vergangenen Sommer zu den Sachsen zurück. 18 Millionen Euro legten die Roten Bullen für den Offensivspieler vom FC Everton, der bereits für die Rückrunde der Saison 2017/18 ausgeliehen war, auf den Tisch. Das zweite Gastspiel in Leipzig hatte sich der Engländer jedoch zweifelsohne anders vorgestellt. Der 22-Jährige kam bislang nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus stand lediglich 236 Spielminuten auf dem Platz. Lookman wollte den Verein bereits im Winter verlassen, erhielt jedoch keine Freigabe. Im Sommer wird der Youngster seine Zelte wohl abbrechen.


Hannes Wolf hegte im Januar ebenfalls Wechselgedanken, was ihm scharfe Kritik von Nagelsmann eingebracht hat. Der Österreicher, der einen Großteil der Hinrunde aufgrund eines Beinbruchs verpasst hatte, wollte sich bei einem anderen Verein für die EM im Sommer empfehlen, erhielt jedoch ebenfalls keine Freigabe. Seit dem 15. Spieltag wartet der 20-Jährige vergebens auf Einsatzminuten. Bleibt die Situation bis zum Saisonende weitestgehend unverändert, dürfte der Youngster einen Abschied forcieren. 

Emil Forsberg

Saß beim Topspiel gegen den FC Bayern nur auf der Bank: Emil Forsberg



Seit Sommer 2015 schnürt Emil Forsberg seine Fußballschuhe für RB Leipzig. Damit zählt der 28-Jährige zu den dienstältesten Spielern im Kader. In den letzten Jahren wurde der Schwede allerdings nicht nur einmal als Wechselkandidat gehandelt. Im vergangenen Dezember erklärte der Offensivspieler gegenüber dem kicker, dass er von einem Wechsel nach Spanien oder Italien träumt. 


Forsberg hat zwar noch einen Vertrag bis 2022, ein Abschied von RB Leipzig könnte jedoch wieder zum Thema werden, wenn sich seine Rolle in den nächsten Monaten nicht ändern sollte. In der Rückrunde kam Forsberg lediglich zweimal als Einwechselspieler zum Zug. Halten sich die Startelfeinsätze bis zum Saisonende in Grenzen, dürfte der Angreifer auf einen Wechsel pochen.


Was passiert mit den Leihspielern?

Abzuwarten bleibt auch, was mit den drei Leihspielern passiert. Roma-Leihgabe Patrik Schick konnte sich bislang durchaus für eine feste Verpflichtung (fünf Treffer/zwei Vorlagen) empfehlen. Sollte sich RB Leipzig für die ​Champions League qualifizieren, liegt die Kaufoption angeblich bei 29 Millionen Euro. Ob die Sachsen diese ziehen werden, dürfte auch von Werner abhängen. 


Im Januar hat sich Leipzig buchstäblich auf den letzten Drücker mit Angelino verstärkt. Der Linksverteidiger ist zunächst bis zum Saisonende von ​Manchester City ausgeliehen und kann laut Sky-Informationen für 30 Millionen Euro fest verpflichtet werden. Bei seinen bisherigen Einsätzen wusste der 23-Jährige durchaus zu überzeugen, weshalb sich diese Investition lohnen könnte. Bleibt noch Chelsea-Leihgabe Ethan Ampadu (fünf Saisoneinsätze), der am Saisonende aller Voraussicht nach wieder nach London zurückkehren wird.