Wegen der Verletzung von Ousmane Dembele hat der FC Barcelona einen Antrag gestellt, einen LaLiga-Spieler außerhalb des Transferfensters verpflichten zu dürfen. Die Entscheidung fällt in spätestens drei Tagen. Folgende vier Akteure kommen in Frage. 

​​Der ​FC Barcelona ist vom Verletzungspech geplagt! Nach Luis Suárez müssen die Katalanen nun auf den zweiten Hochkaräter für die Offensive verzichten: ​Dembele zog sich eine Sehnenruptur zu und fällt ganze sechs Monate aus.

​Damit stehen dem Cheftrainer Quique Setién mit ​Lionel Messi, Antoine Griezmann und Ansu Fati lediglich drei Offensiv-Akteure zur Verfügung. Das ist dem Klub zu wenig und deshalb wurde kurzerhand von der Sonderregelung in ​LaLiga Gebraucht gemacht. Die Verantwortlichen warten derzeit auf die Genehmigung ihres Antrages, der die Verpflichtung eines vereinslosen Akteurs oder eines Neuzugangs aus der spanischen Liga erlaubt. Der Antrag darf nur gestellt werden, wenn ein Spieler aus den eigenen Reihen für mindestens fünf Monate ausfällt. 

​Der Verband gibt eine Bearbeitungszeit von 72 Stunden vor, um den Katalanen die mögliche Erlaubnis zu erteilen. Im Falle des grünen Lichts bleibt den Klub-Bossen 15 Tage Zeit, einen Spieler zu verpflichten. Dementsprechend ist man natürlich vorbereitet. Der Dembele-Ersatz soll bereits in knapp einer Woche gegen den SD Eibar auf dem Feld stehen. Gleich vier Stürmer stehen laut Mundo Deportivo und Marca auf dem Zettel der Blaugrana.


1. Loren Morón (Real Betis)

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​​Die wahrscheinlichste, aber auch teuerste Option dürfte Mittelstürmer Morón sein. Dessen Arbeitspapier bei Sevilla ist auf 2022 datiert. In Sachen Ausstiegsklausel sind sich die spanischen Medien uneinig: Marca berichtet von 40 Millionen Euro, Mundo Deportivo spricht sogar von 60 Millionen Euro. Unabhängig davon wäre das enorm viel Geld, das man für die Notfall-Option auf den Tisch legen müsste. Morón verbucht in dieser Saison bis dato zehn Tore und drei Vorlagen in 25 Spielen. Hinsichtlich vergangener Transfers verstehen sich Barca und Real Betis sehr gut. Der Spieler selbst soll von einem Transfer nicht abgeneigt sein. 


2. Lucas Pérez (Alavés)

Lucas Perez

Die preiswertere Variante wäre sicherlich Lucas Pérez. Der 31-jährige Mittelstürmer besitzt bei Deportivo Alavés eine Ausstiegsklausel in Höhe von zehn Millionen Euro. 22 Spiele, neun Tore und vier Vorlagen stellen sein Können in dieser Spielzeit unter Beweis. Die meisten Spiele absolvierte er für seinen Heimatklub Deportivo La Coruna. Ansonsten war Pérez schon in der Ukraine, Griechenland und England unterwegs. Für den FC Arsenal lief er 2016/2017 21 Mal auf. 


​3. Ángel Rodríguez (FC Getafe)

Angel Rodriguez of Getafe FC

​Rodríguez wäre mit seinen 32 Jahren die älteste Option für den Barca-Angriff. In Getafe legt man seinem Offensiv-Star keine Steine in den Weg: "Ich kann einem Spieler die Chance nicht verwehren, zu einem Team wie dem FC Barcelona zu wechseln. Man kann zu Barça nicht nein sagen", sagte Getafe-Präsident Ángel Torres kürzlich im Gespräch mit Catalunya Radio. Die Ausstiegsklausel liegt bei 15 Millionen Euro, könnte laut Mundo Deportivo jedoch noch geringer ausfallen. Rodríguez hat Spanien während seiner gesamten Karriere bisher nicht verlassen. 189 Mal spielte er in der zweiten Liga Spaniens, 149 durfte er im Oberhaus ran. Für Getafe traf er in dieser Saison in 28 Spielen dreizehn Mal und bereitete zwei weitere Treffer vor. 


​4. Luis Suárez (Real Saragossa)

Luis Suarez

Die unwahrscheinlichste Option ist die Verpflichtung von Suárez' Namensvetter aus Saragossa. Der 22-jährige Mittelstürmer ist vom FC Watford in die zweite spanische Liga ausgeliehen und bringt es dort in 25 Ligaspielen auf 14 Treffer und drei Vorlagen. 


Der zuletzt gehandelte Favorit Willian José von Real Sociedad ist derweil keine Option mehr. Sein Trainer stellte zuletzt klar, der 28-Jährige könne den Verein nur mittels Ausstiegsklausel in Höhe von 70 Millionen Euro verlassen.

​Am heutigen Donnerstag trafen sich die Verantwortlichen, um sich für eine Option zu entscheiden. Noch ist allerdings nicht sicher, ob der spanische Verband den Antrag bestätigt. Die Entscheidung soll spätestens Sonntag erfolgen. In der Champions League darf der potenzielle Neuzugang nicht eingesetzt werden.