​Nach einer Horrorwoche, inklusive Pokal-Aus in Bremen und Niederlage gegen den direkten Konkurrenten aus Leverkusen, stehen für Borussia Dortmund ganz wichtige und richtungsweisende Tage an. Lucien Favre würde jedoch auch bei einer weiteren Niederlage gegen Frankfurt nicht wackeln.


Es ist noch gar nicht so lange her, da galt die Entlassung von Lucien Favre als fast beschlossene Sache. Nach einer krassen Negativserie wurde das Spiel gegen ​Hertha BSC Ende November von Fans und Medien als Endspiel für den Schweizer ausgerufen - obwohl der ​BVB über eine Halbzeit lang in Unterzahl spielte, gewann er mit 2:1. 


Das Favre-Aus war durch den Sieg in Berlin vorerst abgewendet, die Dortmunder starteten bis Weihnachten eine Siegesserie, in der man sogar noch den Einzug ins Achtelfinale der Champions League festzurren konnte. Auch der Start ins Jahr 2020 war mit drei Siegen aus drei Spielen (und 15 erzielten Toren) - rein ergebnistechnisch - gelungen. Doch irgendwie schwebte trotzdem immer ein Damoklesschwert über dem BVB-Coach. Vor allem in den sozialen Netzwerken feuerten zahlreiche schwarz-gelbe Anhänger weiterhin gegen Favre.


Nach den beiden jüngsten Niederlagen gegen ​Werder Bremen und ​Bayer Leverkusen hat sich die Stimmung - insbesondere im Fanlager - weiter verschlechtert. Durchforstet man Facebook, Twitter und Co., findet man kaum einen Fan, der sich noch pro Favre ausspricht; bei den Anhängern hat der Schweizer seinen Kredit längst verspielt.


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Nicht aber bei den Verantwortlichen des BVB. Kritik am Übungsleiter hört man weder von Hans-Joachim Watzke, noch von Michael Zorc oder Sebastian Kehl. Dass die Bosse mit dem Verlauf der Saison nicht zufrieden sind, nicht zufrieden sein können, ist klar. Dennoch scheinen die Verantwortlichen weiterhin von Favre überzeugt.


Favres Kreditlinie endet erst bei den Champions-League-Rängen


Laut Informationen des kicker würde auch eine weitere Niederlage gegen Eintracht Frankfurt (Freitag, 20:30 Uhr) nicht automatisch dazu führen, dass Favre gehen muss. Das Fachmagazin führt aus, dass Favres "Kreditlinie" erst endet, wenn "die erneute Zulassung für die Champions League in Gefahr gerät".

Lucien Favre

Momentan haben die Schwarz-Gelben zwei Zähler Vorsprung auf Platz fünf, den Bayer Leverkusen belegt. Am Wochenende könnte die Werkself - bei einer Dortmunder Niederlage - zwar am BVB vorbeiziehen, in Gefahr wäre die Königsklasse angesichts von dann einem Punkt Rückstand aber noch nicht - weshalb Favre eben noch nicht wackeln würde. In den kommenden Wochen darf sich der BVB dann aber keine weiteren Patzer leisten. Das weiß auch der Trainerfuchs.