Zweitliga-Schlusslicht ​Dynamo Dresden geht gegen die 2:3-Niederlage vom vergangenen Freitag gegen ​Darmstadt 98 vor. Dresden hat bei der DFL Protest gegen die Spielwertung eingelegt. Der Ausgleichstreffer zum 3:3 wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsposition zurückgenommen.


Der Videobeweis hat auch in Dresden mal wieder knallhart zugeschlagen. Statt dem umjubelten 3:3-Ausgleich gegen Darmstadt kassierte Dynamo gegen die Lilien eine bittere Pleite.


In der 73. Minute hatte Patrick Ebert einen Freistoß hereingeschlagen, der von Dramstadts  Mathias Honsak in den Lauf von Patrick Schmidt abgefälscht wurde. Der SGD-Stürmer schob aus kurzer Distanz ein - der Treffer wurde allerdings von Schiedsrichter Michael Bacher in Absprache mit dem VAR wieder zurückgenommen.


Dynamo fühlt sich massiv benachteiligt: "Fair-Play-Gedanke mit Füßen getreten"


Dresden legte nun Protest ein wegen dieser "äußerst umstrittenen Situation", die man "in der Form nicht hinnehmen" könne, wie es in einer offiziellen Pressemitteilung heißt. "Durch solche gravierenden Fehlentscheidungen wird der Fair-Play Gedanke mit Füßen getreten", heißt es aus dem Dynamo-Lager. Den Einspruch können die Dresdner bei der DFL noch genauer erläutern, bis Ende nächste Woche soll eine Entscheidung fallen.


Aus Darmstädter Sicht ist es bereits der zweite Fall in dieser Saison, bei dem der Gegner im Nachhinein Protest gegen die Spielwertung einlegt. Beim Remis in Hannover, gegen Ende der Hinrunde, legte der Bundesliga-Absteiger Protest ein, weil ein Tor von Marc Stendera zurückgenommen wurde. Der Schiedsrichter hatte zuvor den Ball an den Rücken bekommen. Nach den neuen Regeln gibt es dann einen Schiedsrichterball für das Team, welches den Ball als letztes berührte. Der Einspruch wurde damals abgewiesen - und auch im Fall aus Dresden dürften die Chancen kaum existent sein.