Seit 2010 ist Toni Kroos mittlerweile Nationalspieler. Am Mittwochabend stellte sich der Mittelfeldspieler den Fragen rund um die kommende Fußball-EM innerhalb der ARD-Sendung "Sportschau Club". Kroos sprach außerdem über die möglichen Chancen eines DFB-Comebacks von seinen Ex-Kollegen Mats Hummels und Thomas Müller. 


In einem Interview der Bild schloss Bundestrainer Joachim Löw zumindest nicht komplett aus, dass Hummels und Müller in die Nationalmannschaft zurückkehren könnten. In der Sendung äußerte sich Kroos über die Aussagen seitens des Bundestrainers, schätze jedoch, dass es kein Comeback von den beiden Profis für das DFB-Team geben wird. „Der Bundestrainer hat ja keine Entscheidung getroffen für den Moment, weil sie schlechte Spieler sind oder weil sie alle 38 Jahre sind. Sondern einfach, um eine neue Marschrichtung zu geben." belegte der 30-Jährige seine Einschätzung. 


Für die EM 2020 zählt die eigene Mannschaft für Kroos jedoch nicht zum engeren Favoritenkreis. Dies spielt für ihn jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Für Kroos sei die Einstellung und Moral maßgebend. "Wenn ich mit dem Anspruch hingehe: 'Vielleicht können wir ein Gruppenspiel gewinnen', das wird dem nicht gerecht. Damit bin ich nicht zufrieden. Von daher ist es mein Ziel, jedes Turnier, das ich anfange zu spielen, will ich gewinnen.“ 


Letzte Europameisterschaft für Kroos


Für Toni Kroos wird es voraussichtlich die letzte Europameisterschaft sein. Der Mittelfeldstratege von ​Real Madrid fand dazu innerhalb des "Sportschau Clubs" ebenfalls klare Worte: „Ich bin sicher nicht ein Spieler, der bis 38 spielt. Ich habe jetzt noch dreieinhalb Jahre Vertrag bis Sommer '23. Dann bin ich 33. Das ist ein gutes Alter, um sich final Gedanken zu machen, was will ich noch, ohne dann noch Vertrag zu haben, der vier Jahre läuft. Lange wird's dann nicht mehr gehen.“ In diesem Sommer wird sich also zeigen, ob ihm der Wunsch nach dem EM-Titel vor dem eigenen Karriereende in Erfüllung gehen wird.