Jordan Torunarigha hat auf die Anfeindungen im DFB-Pokalspiel gegen Schalke 04 reagiert und ein Statement auf Instagram veröffentlicht.


Es war einer dieser Abende, an denen der Fußball zur Nebensache gerät. Beim DFB-Pokalspiel zwischen Schalke 04 und ​Hertha BSC erfuhr Verteidiger Jordan Torunarigha rassistische Anfeindungen seitens der Fans und flog anschließend - emotional bewegt - mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz.


Von den Vereinen und Mitspielern bekam der 22-Jährige anschließend viel Rückendeckung und Zuspruch, ​die Thematik Rassismus bleibt jedoch weiterhin prekär. Zwei Tage nach dem Vorfall äußerte sich Torunarigha nun mit einem Statement, das er auf Instagram veröffentlichte: 

​​Das Statement im Wortlaut: 


"Ich wollte mich zu den Ereignissen nicht aus der Emotion heraus äußern, aber jetzt möchte ich das gerne nachholen.Ich bin in Deutschland geboren, ich bin hier aufgewachsen, habe hier mein Abitur gemacht, spreche Deutsch wie alle anderen, deshalb kann ich diese Äußerungen, wie sie von einigen Idioten während des Spiels gemacht wurden, in keinster Weise verstehen.Viele können nicht nachvollziehen, was das bedeutet und was sie damit bei den Menschen anrichten. Ich bin froh, dass ich das Glück habe, so einen Rückhalt durch meine Familie meine Mitspieler und den Verein zu haben! Das haben vielleicht nicht alle in einer solchen Situation. Ich bin in Chemnitz geboren, habe das alles schon in der Jugendzeit durchlebt. Meine Eltern wurden beleidigt. Deshalb wühlt mich so eine Situation wie auf Schalke so auf und deshalb habe ich so emotional reagiert. Man kann sich seine Hautfarbe bei der Geburt nicht aussuchen und sie sollte auch völlig egal sein. Genauso selbstverständlich wie unterschiedliche Hautfarbe, Religion oder Herkunft unter uns Sportlern in der Kabine ist sollte es auch in unserer Gesellschaft sein!"