​Borussia Mönchengladbach muss im kommenden Derby gegen den ​1. FC Köln auf Christoph Kramer verzichten. Ein bei ihm altbekannter und so langsam beängstigend regelmäßig auftretender Umstand verhindert den Einsatz des 28-jährigen Weltmeisters von 2014. 


27 Minuten waren in ​Leipzig gespielt und Borussia Mönchengladbach führte bereits mit 1:0, als Christoph Kramer bei einem Klärungsversuch am Boden kämpfend gegen den Oberschenkel des sprintenden Timo Werners prallte. Eine minutenlange Behandlungspause auf dem Platz und das von den Betreuern gestützte Verlassen des Spielfeldes machten jedem klar, dass es ihm wieder einmal passiert ist: Kopftreffer. 


Man mag nicht mehr zählen, wie oft Kramer dies seit seiner Begegnung mit dem Argentinier Ezequiel Garay im Finale der WM 2014 mittlerweile passiert ist. Im aktuellen Fall handelte er sich in dieser Situation eine leichte Gehirnerschütterung ein, die den Mittelfeldorganisator laut Trainer Marco Rose bis Freitag keinen Sport machen ließe. 

Christoph Kramer

Zudem ergänzte der Coach laut Bild, dass "dann zwei Tage bis zum Spiel zu wenig" seien. Selbst wenn Kramer von sich aus auf das Derby gegen Köln brennen wird, wäre sein Einsatz wenig zu verantworten, denn gerade bei einer Kopfverletzungen sollte sich der Spieler vollends auskurieren. Eine Rückkehr in die Mannschaft zum Spiel in Düsseldorf ist hier anzuraten.


Benes zurück und im Wartestand

Wer für Christoph Kramer in die Mannschaft rücken wird, ist abhängig davon, ob Rose wie bei RB Leipzig​ auf eine Dreierkette setzen wird oder die wahrscheinlichere Viererkette zurückholt. Die dann offene Planstelle neben Neuhaus und Zakaria könnte Lászlo Bénes einnehmen, nach Oberschenkelproblemen befindet sich der Slowake wieder im Training. 


Der in Leipzig für Kramer eingewechselte Tobias Strobl stellt jedoch ebenso eine Option dar, wie Jonas Hofmann. Rose hat also die Qual der Wahl und Kramer kann sich beruhigt seinem Kopf widmen.