Markus Merk sitzt seit Dezember 2019 im Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern. Mit der Sport Bildsprach der ehemalige Schiedsrichter nun über die Zukunft des Klubs und stellte einen interessanten Vergleich an.


Mithilfe von Investoren will man in Kaiserslautern den nächsten Schritt gehen und zurück aus der Bedeutungslosigkeit kommen. Mit dem Milliardär Flavio Becca scheint man bereits eine erste solvente Kooperation zu verwirklichen. Zumindest kündigte dieser bereits ein 25-Millionen-Engagement an. 


Weitere Investoren sollen geholt werde


Wenn es nach Markus Merk geht, bleibt der Luxemburger jedoch nicht der einzige Investor. So soll es bereits weitere Interessenten geben, die sich gerne beim 1. FCK beteiligen würden. Auf langes Verhandeln scheint der neue Mann im Aufsichtsrat allerdings keine Lust zu haben, wie er selbst erklärte: "​Unter Umständen wird es so sein, dass jemand nicht dabei ist, weil er zu lange gezögert hat", und fügte an: "Es wäre naiv, sich auf einen Investor zu verlassen. Es ist ein großes Puzzle, wir brauchen verlässliche Partner. Auch Herr Becca weiß das."

Boris Schommers

Will auch in Zukunft am Betzenberg kicken lassen: Kaiserslauterns Chef-Trainer Boris Schommers



Merk bemüht sich darüber hinaus auch um eine realistische Einordnung der derzeitigen Vorgänge. So widersprach dem potenziellen Investor Becca, der gegenüber der Sport Bild bereits von der Champions League träumte. So weit möchte Merk noch nicht gehen und ordnete das Ganze folgendermaßen ein: "Von uns denkt niemand an die Champions League. Klar ist: In der 3. Liga können wir wirtschaftlich nicht überleben. In den nächsten zwei Jahren wollen wir den Schritt in die 2. Liga machen."


Merk schwärmt vom FC Barcelona


​Zuletzt sprach Merk, der nach seiner Funktion als Schiedsrichter lange als Redner in der Wirtschaft tätig war, über Vorbilder innerhalb der Klubgemeinschaften. So durfte er sowohl beim ​FC Bayern als auch ​Real Madrid und dem ​FC Barcelona die jeweiligen Arbeitsweisen kennenlernen. Gerade die Arbeit bei den Katalanen habe es dem 57-Jährigem angetan: "'Mehr als ein Klub' ist zwar das Motto des FC Barcelona, aber das Gleiche gilt auch für den FCK. Wir wollen das vorleben und haben eine gesellschaftliche Verantwortung." 


Auf die Zukunft des Klubs angesprochen, zeigt sich Merk mit gemischten Gefühlen und sagt: "Bei allem, was ich inzwischen auch von innen gesehen habe, ist es einerseits eine riesige Chance, weil wir als Team noch einmal für einen Aufbruch gesorgt haben. Aber es wird wohl auch die letzte sein." 


Bleibt nur zu hoffen, dass alle Beteiligten diese Chance nutzen, damit auch weiterhin am Betzenberg gefeiert werden kann.