Eintracht Frankfurt steht im Viertelfinale des DFB-Pokal! Die SGE besiegte in einem spannenden Pokalfight Herbstmeister RB Leipzig mit 2:1.


Nach dem 2:0 in der Bundesliga brannte RB Leipzig im DFB-Pokal am Dienstagabend gegen Eintracht Frankfurt auf Revanche. Gäste-Trainer Julian Nagelsmann ließ Timo Werner zunächst auf der Bank und vertraute Patrik Schick im Sturmzentrum. Zudem feierte Angelino sein Startelfdebüt auf der linken Außenbahn. Auch SGE-Trainer Adi Hütter wechselte munter durch, brachte im Vergleich zum 1:1 gegen Düsseldorf am Wochenende Andre Silva, Toure, Gacinovic und Hasebe.


Die Anfangsphase gehörte (wie erwartet) den Gästen aus Leipzig, die mit temporeichen und sauberen Passstafetten immer wieder ins letzte Drittel vordrangen und Frankfurt vor ernsthafte Probleme stellte. Die beste Chance der Anfangsminuten hatte Patrik Schick, der sich die Kugel von Hasebe stibitzte, dann aber am glänzend reagierenden Trapp scheiterte. Aus dem Nichts war es dann die Eintracht, die den Pokalabend mit etwas Zählbarem eröffnete. Nach einer scharfen Hereingabe von Filip Kostic spielte Marcel Halstenberg den Ball mit der Hand, nach Prüfung des VAR gab es zurecht Elfmeter, den Andre Silva nach 17 gespielten Minuten sicher verwandelte.

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Schon wieder ein Leipziger Rückstand gegen Frankfurt! Die Sachsen kamen nach der kalten Dusche aus dem Tritt und fanden gegen gut sortierte und defensiv orientierte Frankfurter kaum noch Lösungen. Im Gegenzug setzte Frankfurt - allen voran Filip Kostic - immer wieder brandgefährliche Konter. Highlights blieben nach dem Führungstreffer der Hausherren im ersten Durchgang jedoch Mangelware - zumindest die Positiven: Mijat Gacinovic sah nach einer Schwalbe im Strafraum zurecht die gelbe Karte. Schwalbe, Leipzig, Frankfurt? - da war doch was!

In der Halbzeit brachte Nagelsmann Neuzugang Dani Olmo in die Partie, der das Spiel spürbar beleben sollte. Das erste Ausrufezeichen setzte allerdings die SGE: Nach Fehlpass von Upamecano schalteten die Hausherren blitzschnell um und spielten den Konter über Kostic zu Ende, der vor Mvogo die Nerven behielt und zum 2:0 einschob. 2:0, Leipzig, Frankfurt? - da war doch was!


Nagelsmann reagierte auf den neuerlichen Rückstand und brachte Timo Werner für Konrad Laimer. Der Nationalspieler sorgte häufig im Zusammenspiel mit Dani Olmo für ganz viel frischen Wind, der sich schnell auszahlen sollte: Nach knapp 70 Minuten brachte Angelino eine scharfe Hereingabe von der linken Seite, Timo Werner ließ in der Mitte clever durch für Dani Olmo, der trocken in die rechte untere Ecke abschloss. 

Der Anschlusstreffer der Gäste tat dem Spiel - zumindest der Spannung - extrem gut. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Großchancen auf beiden Seiten. Martin Hinteregger hätte nur drei Minuten nach dem 2:1 für die Vorentscheidung sorgen können, scheiterte per Kopf aus drei Metern jedoch an Mvogo. Auf der anderen Seite hatten Nkunku (79.) und Werner (88.) den Ausgleich auf den Füßen, scheiterten jedoch jeweils.


Den Deckel drauf setzte dann erneut der bärenstarke Filip Kostic in der 94. Minute: Nach starker Kopfballverlängerung vom eingewechselten Pacencia nahm der Serbe, in den Sechzehner eindringend, Maß und schweißte das Leder an Mvogo vorbei in die rechte Ecke. Frankfurt: 3, Leipzig: 1 - oder anders ausgedrückt: Frankfurt: 2, Leipzig: 0.


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