Nach 131 Partien für​ RB Leipzig wechselte der Österreicher Stefan Ilsanker zum Ligakonkurrenten ​Eintracht Frankfurt. Im bevorstehenden ​Pokalspiel der beiden Vereine wird der 30-jährige aufgrund einer immer öfter in den Verträgen verfassten Klausel ​nicht zum Einsatz kommen. Der Leipziger Trainer Julian Nagelsmann bestreitet seine Beteiligung am Spielverbot und erklärt, warum der Wechsel trotz des Engpasses in der Defensive alternativlos war.


Gut gelaunt stellte sich Julian Nagelsmann den Pressevertretern vor dem DFB-Pokalspiel bei Eintracht Frankfurt, konnte er sich beispielsweise auf die suboptimale Raumluft am Ort der Pressekonferenz angesprochen einen lockeren Spruch ("Tatsächlich, hier stinkt's brutal") nicht verkneifen. Thema war natürlich auch der kürzlich erfolgte ​Wechsel von Stefan Ilsanker zum kommenden Gegner und die festgelegte Klausel, dass dieser im Duell mit seinem ehemaligen Verein nicht zum Einsatz kommt.


Nagelsmann: "Hat auch keinen Sinn mehr gemacht"


​Laut Nagelsmann war er selbst "nicht in die Verhandlungsgespräche mit Fredi Bobic und Bruno Hübner involviert", glaube aber, dass diese "gut verlaufen seien". Somit sei es auch nicht sein Wunsch gewesen, dass diese Klausel installiert wurde, aber er "nehme es so hin, wie es ist". 


Warum Leipzig den als Innenverteidiger oder defensiven Abräumer im Mittelfeld einsetzbaren Ilsanker abgegeben hat, obwohl Willi Orban und Ibrahima Konaté an langfristigen Verletzungen laborieren, erklärte Nagelsmann mit den Worten: "Warum er keine Perspektive mehr gesehen hat müssen Sie ihn selber fragen. Nach dem zwölften Gespräch habe ich entschieden, es nicht mehr weitermachen zu können. Ich hatte auch nicht mehr das Gefühl, dass er weiterhin mit Leib und Seele für uns spielen würde, wenn er bleiben muss. Dann hat es am Ende des Tages auch keinen Sinn mehr gemacht."

Stefan Ilsanker

Wechselte auf den letzten Drücker nach Frankfurt: Stefan Ilsanker


Aus Spielersicht ist der Wechsel absolut nachvollziehbar. Stefan Ilsanker kam bei RB Leipzig in dieser Saison bisher nur sechsmal ​zum Einsatz und passt gerade aufgrund seiner Schnelligkeitsdefizite nicht in das System von Nagelsmann. Zudem bietet sich nun in Form ​des von Manchester City geliehenen Spaniers José Tasende, genannt Angelino, eine weitere Option für die Defensive der Leipziger.


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