Der ​Karlsruher SC hat sich von Chefcoach Alois Schwartz getrennt. Zwei Tage nach der 0:2-Heimpleite gegen Holstein Kiel, gehen der KSC und ihr Aufstiegstrainer getrennte Wege.


Nach zuletzt vier Pleiten in Serie und dem Abrutschen auf den vorletzten Tabellenplatz hat der Aufsteiger die Reißleine gezogen und Trainer Alois Schwartz vor die Tür gesetzt. ​Bis ein Nachfolger für den 52-Jährigen gefunden ist, wird Ex-Profi und bisheriger Co-Trainer Christian Eichner die Mannschaft übernehmen.

​​"Wir bedanken uns bei Alois Schwartz für seine geleistete Arbeit in den letzten zweieinhalb Jahren. Besonders die Rückkehr in die ​zweite Bundesliga war immens wichtig für den kompletten Verein. Dennoch sind wir in der Geschäftsführung nach intensiver Analyse zu dem Schluss gekommen, in der aktuellen sportlichen Situation einen neuen Impuls setzen zu müssen, um unser großes Ziel, den Klassenerhalt, erreichen zu können. Dem entsprechenden Vorschlag hat der Beirat einstimmig zugestimmt. Allen Beteiligten ist die Entscheidung sehr schwergefallen", erklärte KSC-Geschäftsführer Sport Oliver Kreuzer.


Schwartz kann Entscheidung verstehen - Eichner schon am Mittwoch im Pokal gefordert


Schwartz zeigte für die Entscheidung Verständnis und deutete sogar an, dabei involviert gewesen zu sein:


"Ich habe in der Vergangenheit immer betont, dass es nicht um einzelne Namen, sondern um den KSC geht. Das schließt natürlich auch meine Person mit ein. Deshalb haben wir nach dem Samstag offene und ehrliche Gespräche über die aktuelle Situation geführt - und sind zu dem gemeinschaftlichen Entschluss gekommen, dass die Mannschaft eventuell einen neuen Impuls benötigt. Ich denke, wir können stolz sein auf das, was wir in den vergangenen zweieinhalb Jahren zusammen erreicht haben. Wir sind von einem Abstiegsplatz in der dritten Liga noch in die Relegation gekommen und im Jahr danach aufgestiegen. Wir haben den Grundstein dafür gelegt, dass der KSC positiv in die Zukunft blicken kann. Aber dazu ist es wichtig, dass der Club in der zweiten Bundesliga bleibt. Dieses Ziel steht über allem. Dafür wünsche ich der Mannschaft und dem ganzen Verein nur das Beste. Denn ich bin zwar nicht mehr Trainer, aber ich bleibe Fan. Vielen Dank für zweieinhalb tolle Jahre."


Am Mittwoch wird also Eichner zum ersten Mal als Chefcoach an der Seitenlinie stehen. Dann geht es im DFB-Pokal gegen Regionalligist 1. FC Saarbrücken.