Seit Freitag ist der Transfermarkt in den wichtigsten europäischen Ligen wieder geschlossen. ​In Anlehnung an Rainer Maria Rilke könnte man sagen: "Wer jetzt keinen Klub hat, findet keinen mehr!" Zumindest bis zum kommenden Sommer. Das gilt auch für Ivan Rakitic vom ​FC Barcelona. Dabei wäre der kroatische Vize-Weltmeister von 2018 liebend gerne gewechselt.


Beim 2:1-Heimsieg gegen UD Levante durfte der ehemalige ​Schalker erstmals seit Wochen wieder über die volle Distanz von 90 Minuten ran. Nach dem Spiel stellte sich Rakitic den wartenden Journalisten - und verhehlte keineswegs seinen Unmut über seinen Arbeitgeber.


Rakitic äußert Unmut - ohne richtig konkret zu werden


"Ich habe darüber nachgedacht, den Klub in diesem Winter zu verlassen", gab der Kroate laut Mundo Deportivo zu Protokoll. "Ich kann klar sagen, dass es mehrere Dinge gab, die mir nicht gefallen haben, aber wir sind nicht allein zum Lachen und Vergnügen hier. Das Beste für den Klub muss auch das Beste für uns (Spieler) sein." 

Ruben Rochina,Ivan Rakitic

Klingt irgendwie zwar zornig, gleichzeitig aber auch nach selbstauferlegter Maulsperre. Einen offenen Konflikt mit seinem Klub scheut der 31-Jährige jedenfalls: "Was ich will, ist, die Arbeit zu genießen. Es ist eine schwere Zeit gewesen zuletzt, aber ich habe sie hinter mir gelassen und will auch jetzt nicht mehr all zu viel daran denken. Was jetzt, in der entscheidenden Phase ansteht, ist nichts anderes als hart zu arbeiten." 


Das kann er unter Umständen schon an diesem Donnerstag (21.00 Uhr), wenn die Blaugrana zum schwierigen Pokal-Viertelfinalspiel nach ​Bilbao fahren müssen.