​Mit 28 Gegentoren nach 20 Spielen bleibt die Defensive das große Manko bei ​Borussia Dortmund. Abhilfe schaffen soll die Verpflichtung von ​Emre Can. Der in dieser Saison wenig überzeugende Manuel Akanji macht sich dadurch aber keine Gedanken um den Verlust seines Stammplatzes. 

​Ein Startelf-Einsatz im DFB-Pokal am Dienstag gegen ​Werder Bremen dürfte für den von Juventus Turin nach Dortmund gewechselten Nationalspieler Can noch ein wenig zu früh kommen. In der ​Bundesliga am kommenden Samstag gegen ​Bayer 04 Leverkusen sieht das Ganze dann schon ganz anders aus. Can ist ein Kandidat für die Startelf. Der 26-jährige Deutsch-Türke ist vielseitig einsetzbar und kann den BVB direkt verbessern.


​Favre plant mit Can im Defensivverbund

​Laut Sport1 plant Cheftrainer Lucien Favre seinen Neuzugang in der defensiven Dreierkette neben Mats Hummels und Dan-Axel Zagadou ein. Das würde bedeuten, dass Can den zuletzt häufig kritisierten Akanji vorerst verdrängen würde. Der Schweizer gab beim 5:3-Auswärtssieg der Schwarz-Gelben in ​Augsburg bei allen drei Gegentreffern keine gute Figur ab. Auch vergangenen Samstag gegen ​Union Berlin war er im Zweikampf mit Marius Bülter und Co. nicht präsent und robust genug. 

Manuel Akanji,Lucien Favre

Akanji (l.) könnte das Lachen bald vergehen: Favre (r.) plant wohl mit Can statt Akanji


​Zwei Attribute, die der 25-fache Nationalspieler Can definitiv mitbringt. "Emre bringt uns Dynamik, Körperlichkeit und eine gewisse Robustheit. Er ist ein Siegertyp, der flexibel einsetzbar ist in unterschiedlichen Systemen. Wir glauben, dass wir mit ihm besser werden", betonte Lizenzspieler-Chef Sebastian Kehl nach dem Coup. Vier Jahre spielte Can in der ​Premier League für den ​FC Liverpool. Vor allem die Zeit in England dürfte seine starke Körpersprache auf dem Platz geprägt haben.


​Akanji sieht seinen Stammplatz beim BVB nicht gefährdet

​Auch auf internationaler Ebene kann Can mittlerweile ordentlich Erfahrung aufweisen. Bereits 41 Mal lief er in der ​Champions oder Europa League auf. Akanji, der international bisher 18 Mal ran durfte, fürchtet trotz der guten Worte über Can und dessen starker Statistik keine Auswirkungen auf seinen Stammplatz. 

Emre Can

Emre Can lief 167 Mal für den FC Liverpool auf


"Konkurrenz ist immer da, jetzt durch seine Verpflichtung noch mehr. Er kann in der Verteidigung, aber auch im Mittelfeld spielen. Mich stachelt das an", kennt Akanji die Qualitäten seines Kontrahenten, fügt allerdings gelassen hinzu: "Wieso sollte ich um meinen Platz fürchten? Ich habe keinen Grund. Ich gebe weiterhin Gas und zeige meine beste Leistung, damit dem Trainer keine andere Wahl bleibt."


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