Juventus Trainer Maurizio Sarri hat sich nach dem 3:0-Sieg der ​Alten Dame über den AC Florenz am Sonntag über den Abgang von Emre Can zum ​BVB geäußert. Der Italien sprach dabei offen über den Grund für Cans Abschied.


"Transfers sind normale Dinge im Fußball. Als ich zu Juventus kam, hatte ich 27 Spieler und keine Wünsche. Ich habe versucht, mit dieser Gruppe zu arbeiten. Wenn es dann einen oder zwei Spieler gibt, die nicht zum Stil passen, den man spielen lassen will, dann sind das normale Abläufe", philosophierte der 61-Jährige noch recht allgemein, bevor er speziell auf Can einging:


"Dass Emre Can Probleme hatte, sich dem Stil hier anzupassen, bedeutet ja nicht, dass er keine Qualitäten hat. Bei einem anderen Verein, der anders spielt, kann er ein entscheidender Spieler werden."

Maurizio Sarri

Sarri ist über den Can-Abgang nicht sonderlich traurig


Emre Can: In Juventus nicht gebraucht - beim BVB willkommen


Nach dem ablösefreien Wechsel des 25-fachen deutschen Nationalspielers im Sommer 2018 von Liverpool zu Juve, gehörte Can bei den Bianconeri zu den Spitzenverdienern. Nach einer guten Rolle im ersten Jahr, blieb er unter Sarri aber meist außen vor. ​Mit dem Wechsel zurück in die Bundesliga zur Dortmunder Borussia will der 26-Jährige vor allem auch seine EM-Teilnahme nicht gefährden.


In Dortmund ist Can - anders als in Turin - höchst willkommen. Der Defensivallrounder erhöht zum einen die Optionen in der neuen Abwehrformation mit drei Innenverteidigern, kann gleichzeitig aber auch im defensiven Mittelfeld und zur Not auch über die Außenbahn agieren. Vor allem aber die berühmt-berüchtigte Mentalität von Can war wohl der Hauptfaktor für den Transfer. 


Dem BVB war Can zunächst eine Leih-Gebühr von einer Million Euro wert, bevor im Sommer höchstwahrscheinlich eine Kaufpflicht greift, die bei rund 25 Millionen Euro liegen soll. Can unterschreibt in Dortmund dann einen langfristigen Vertrag bis 2024.


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