​Am morgigen Mittwochabend startet der ​VfB Stuttgart mit einem Heimspiel gegen den ​1. FC Heidenheim in die zweite Saisonhälfte. Der neue Cheftrainer ​Pellegrino Matarazzo freut sich zwar darüber, gleich in seinem ersten Spiel an der Seitenlinie auf einen direkten Tabellennachbarn zu treffen, die Vorfreude des 42-Jährigen wurde jedoch durch einige nicht zur Verfügung stehende Spieler getrübt.


Im Verlauf des Trainingslagers hatte Matarazzo eine defensive Dreierkette getestet, auch aufgrund einiger Verletzungen wird es gegen die Heidenheimer nun wohl aber auf eine Anordnung im 4-2-3-1 hinauslaufen. Auf der Pressekonferenz vor der Partie gewährte Matarazzo am Montag nur wenig Einblick in seine konkreten Personalpläne. Festgelegt hat sich der Coach jedoch bereits darauf, ​dass Gregor Kobel das Gehäuse hüten darf. In der Vorbereitung hatte sich die Leihgabe der TSG 1899 Hoffenheim mit Fabian Bredlow ein Duell auf Augenhöhe geliefert.


Mehrere Optionen für die Viererkette


Da mit ​Holger Badstuber und Marcin Kaminski zwei potenzielle Stammspieler ausfallen, muss Matarazzo in der Anordnung seiner Viererkette gewisse Kompromisse eingehen. Als sicher erscheint dabei lediglich, dass Pascal Stenzel die rechte Abwehrseite besetzen wird. Auf Links wird es wohl auf Borna Sosa hinauslaufen, zumal Gonzalo Castro gelb-gesperrt nicht zur Verfügung stehen wird. Im letzten Testspiel gegen Dynamo Dresden bekleidete noch Kapitän Marc Oliver Kempf die linke Defensivseite.


Aller Voraussicht nach wird Kempf gegen Heidenheim wieder in die Abwehrzentrale zurückkehren. Welcher Partner ihm dabei zur Seite gestellt werden wird, ist nur schwer vorherzusagen. Die besten Chancen dürfte aktuell jedoch Atakan Karazor haben, der unter Tim Walter vornehmlich im defensiven Mittelfeld aufgeboten worden war. Auch Wataru Endo ist eigentlich ein gelernter Sechser, traut sich die Rolle in der Innenverteidigung aber durchaus zu. Eher Außenseiterchancen werden Liverpool-Leihgabe Nathaniel Phillips eingeräumt.


VfB Stuttgart bangt um Wamangituka


Sollte ​Wataru Endo nicht in der letzten Verteidigungslinie gebraucht werden, dürfte er auch unter Matarazzo auf der Sechs den Vorzug erhalten. Neben dem kopfballstarken Japaner soll Orel Mangala dafür sorgen, dass die Stuttgarter bei allem Offensivdrang nicht die notwendige Balance verlieren. Als Spielmacher soll Daniel Didavi aus dem offensiven Mittelfeld heraus seine Mitspieler in Szene setzen, aber auch selbst immer wieder den Abschluss suchen.


In den vergangenen Wochen konnte sich Silas Wamangituka in der Gunst seines neuen Trainers weit nach oben bugsieren. Das Spiel gegen Heidenheim dürfte für den jungen Kongolesen nach einer Erkältung aber wohl einen Tacken zu früh kommen. Auf der rechten Außenbahn wird daher wohl Nicolas Gonzalez das Rennen machen, der ansonsten auch eine Option für die linke Seite wäre.


Für den Posten auf der linken Außenbahn scheint vorerst aber Philipp Förster vorgesehen zu sein. Der 24-Jährige muss dabei aber in gewissem Maße entgegen seinem Naturell spielen und versuchen, nicht zu häufig in die Mitte zu ziehen. Je breiter das Spiel der Stuttgarter angelegt ist, desto besser dürfte es gelingen die alleinige Spitze in Szene zu setzen. Die letzen Trainingseindrücke dürften dabei eine entscheidende Rolle spielen, ob Mario Gomez oder Hamadi Al Ghaddioui von Beginn an ran darf. Zuletzt schien das Pendel aber eher in Richtung Gomez auszuschlagen.


Die potenzielle Startelf des VfB Stuttgart: