​Seit der Ankunft von ​Erling Haaland hat sich die Position von Paco Alcacer beim ​BVB dramatisch verschlechtert. Der 26-jährige Spanier lechzt nach Spielzeiten und sitzt bereits seit geraumer Zeit auf gepackten Koffern. Mit dem FC Valencia soll der Stürmer nun bereits handelseinig sein. Ein Wechsel des Goalgetters wird jedoch wohl nur dann zustande kommen, wenn die Blanquinegros zuvor durch einen Verkauf von Rodrigo ausreichend Geld generieren konnten.


Zu Saisonbeginn hatte sich Alcacer noch in echter Galaform präsentiert und in den ersten vier Ligaspielen satte fünf Treffer und eine Torvorlage bei gesteuert. Im weiteren Saisonverlauf wurde der Iberer dann aber wieder einmal von verschiedenen körperlichen Beschwerden ausgebremst und wartet in der Rückrunde noch vergeblich auf Einsatzminuten. Da Lucien Favre seinem Stürmer zuletzt allem Anschein nach wenig Hoffnung auf regelmäßige Startelfeinsätze gemacht hat, beschäftige sich Alcacer in den vergangenen Wochen ​intensiv mit seiner Zukunftsplanung.


Alcacer plant Rückkehr zum FC Valencia


Der BVB-Stürmer wurde in den vergangenen Tagen mit gleich mehreren potenziellen Abnehmern in Verbindung gebracht. Schnell kristallisierte sich dabei heraus, dass es den 19-fachen spanischen Nationalspieler am ehesten zurück in seine Heimat zieht. Kolportierte Avancen englischer Topklubs, wie etwa Tottenham Hotspur, prallten hingegen ohne Wirkung an dem Angreifer der Dortmunder ab.

Erling Haaland,Paco Alcacer

Laut Informationen von Cadena Ser soll sich Alcacer mittlerweile auf den FC Valencia festgelegt haben. Dem Bericht zufolge konnten sich die Fledermäuse und der begehrte Angreifer bereits auf eine Zusammenarbeit einigen. Selbst Details wie die Vertragslänge und das Gehalt sollen längst erfolgreich ausgehandelt worden sein. 


Für Alcacer wäre ein Wechsel nach Valencia eine Reise in der Vergangenheit. Der Mittelstürmer wurde bei den Blanquinegros ausgebildet und absolvierte dort insgesamt 124 Pflichtspiele, ehe es ihn im Sommer 2016 zum großen FC Barcelona zog.


Rodrigo vor Wechsel zum FC Barcelona


Obwohl sich Alcacer des Interesses seines Ex-Klubs sicher sein kann, könnte der angepeilte Deal noch aus verschiedenen Gründen scheitern. Da wäre zum einen die Ablöseforderung des BVB, die dem Vernehmen nach bei rund 35 Millionen Euro liegen soll. Der FC Valencia könnte diese stolze Summe wohl nur dann stemmen, wenn er sich zuvor selbst von einem begehrten Angreifer trennen würde. Die Rede ist dabei von Rodrigo, der beim ​FC Barcelona hoch im Kurs steht.

Rodrigo Moreno

Bei den Katalanen soll der 28-Jährige ​als Ersatz für Luis Suarez dienen. Der uruguayische Goalgetter musste sich in diesem Januar einer Knie-Operation unterziehen und wird voraussichtlich noch bis zum April ausfallen. Die Verhandlungen zwischen den beiden spanischen Vereinen sollen bereits weit fortgeschritten sein. Gut möglich also, dass bereits am heutigen Dienstag Vollzug gemeldet werden kann. Dem Vernehmen nach müssten die Katalanen eine Ablösesumme von rund 60 Millionen Euro auf den Tisch legen. Das nötige Geld für einen Alcacer-Transfer wäre für Valencia somit definitiv gegeben.


Sollte der erste Stein ins Rollen kommen, müsste der FC Valencia aber erst noch den BVB von der Dringlichkeit eines Alcacer-Wechsels überzeugen. Diese Entscheidung dürfte den Schwarz-gelben mit Sicherheit nicht leicht fallen. Zum einen wäre ein weiterer Backup-Stürmer für den ebenfalls nicht immer verletzungsfreien Erling Haaland durchaus ein gewisses Ruhepolster. 


Sollte Alcacer aber nicht mehr komplett für den eingeschlagenen Weg der Borussen brennen, könnte sich ein Zwangsverbleib allerdings auch negativ auf das Vereinsklima auswirken. Addiert man die generierten Einnahmen durch einen Verkauf in die Bewertung der Gemengelage mit ein, dürfte es somit schlussendlich auf eine vorzeitige Trennung hinauslaufen.