Anfang Dezember hat sich die russische Premier Liga in die lange Winterpause verabschiedet. Bis Ende Februar hat André Schürrle Zeit, seine Situation bei Spartak Moskau zu überdenken. An seinen guten Start konnte der frühere deutsche Nationalspieler nicht anknüpfen, ein Verbleib über die Saison hinaus erscheint zweifelhaft.


Für ein Jahr verpflichtete Spartak Schürrle auf Leihbasis von ​Borussia Dortmund, dank einer Kaufoption über acht Millionen Euro könnte der Flügelspieler dem Klub sogar länger erhalten bleiben. Danach sieht es derzeit aber nicht aus.


Schürrle begann mit einem Tor und zwei Vorlagen in seinen ersten drei Ligaspielen, war zudem einer der Matchwinner in der dritten Runde der Europa-League-Qualifikation gegen den FC Thun aus der Schweiz. Doch seit dem 19. August - Spartak gewann mit 2:1 gegen ZSKA Moskau - muss der 29-Jährige auf eine Torbeteiligung warten.


Unter Tedesco nur Reservist


18 Pflichtspiele hat Schürrle in dieser Saison absolviert, zwölf davon auch von Beginn an; seitdem ihn allerdings Ende September eine Bronchitis außer Gefecht setzte, kommt er meist nur als Joker zum Einsatz. Trainer Domenico Tedesco, der Mitte Oktober beim gegenwärtigen Tabellenzehnten der Premier Liga anheuerte, ließ ihn im 3-5-2 respektive 3-4-1-2 als Außenverteidiger sowie in der Sturmspitze auflaufen - auf beiden Positionen konnte sich Schürrle nicht nachhaltig empfehlen.

Andre Schurrle

  Wartet noch immer auf den Durchbruch: André Schürrle.


Die Konkurrenz um Jordan Larsson oder Reziuan Mirzov genießt den Vorzug. Weltmeister Schürrle entwickelt sich dagegen immer mehr zur Randfigur, wird wohl auch in der Rückrunde, die für Spartak erst am 29. Februar beginnt, nur selten von Anfang an spielen. Wohin die Reise im Sommer geht, ist offen; doch sowohl in Dortmund, wo sein Vertrag 2021 ausläuft, als auch in Moskau hat er aller Voraussicht nach keine Zukunft.