Noch vor etwas mehr als einem Jahr wurde Krzysztof Piatek als "neuer Lewandowski" bezeichnet, aktuell findet sich der Torjäger von Milan aber hauptsächlich auf der Bank wieder. Vater Wladyslaw schließt einen Abgang nach nur einem Jahr nicht aus.


38 Millionen Euro zahlte Milan im Januar vergangenen Jahres an den FC Genua für Piatek, der in seinem ersten Halbjahr in der ​Serie A 13 Tore in 19 Spielen erzielte. Auch bei den Rossoneri schlug der 24-Jährige auf Anhieb ein, erzielte neun weitere Treffer und war somit 22 Mal in 37 Ligaspielen zur Stelle. 


Knapp zwölf Monate nach seiner Präsentation in der italienischen Modestadt sieht die Lage aber verzwickt aus. Hinter Rückkehrer Zlatan Ibrahimovic, Rafael Leao und dem derzeit formstarken Ante Rebic, ​der beim 1:0 über Brescia Calcio wie schon in der Vorwoche das Siegtor erzielte, ist Piatek nur Stürmer Nummer vier. Trainer Stefano Pioli benötigt nach der Umstellung auf 4-4-2 zwar eine breit gefächerte Offensive, doch nach nur 14 Startelfeinsätzen, in denen Piatek lediglich sieben Mal über 90 Minuten durchspielte, und drei Partien, die er zuletzt gänzlich auf der Bank verbrachte, ist eine Trennung bis zum Transferschluss am 31. Januar denkbar.


Piatek auf dem Abstellgleis - "großer Umbruch" bei Milan?


"Er ist mit seiner Rolle als Ergänzungsspieler natürlich nicht zufrieden. Er will regelmäßig spielen und sich so für die EM empfehlen. Wenn er dazu bei Milan keine Chance bekommt, wird er den Klub wechseln", erklärte Piateks Vater Wladyslaw im Interview mit SportowFakty (zitiert via transfermarkt.de). Nach der Trennung von Gennaro Gattuso im Sommer hätten sich "die Dinge verändert", Piatek Senior rechnet mit einem "großen Umbruch". Unter anderem seien Suso, Lucas Paquetá sowie der Ex-Leverkusener Hakan Calhanoglu auf dem Markt, auch seinem Sohn stehen die Türen für einen Transfer offen.

Krzysztof Piatek

  Nur noch Bankdrücker bei Milan: Krzysztof Piatek



"Milan will ihn möglichst für die Summe verkaufen, für die sie ihn geholt haben. Ich glaube nächste Woche wird es eine Entscheidung geben." Piatek bevorzuge womöglich einen Wechsel in die ​Premier League - und in England spielen die Finanzen nur eine untergeordnete Rolle, wie auch Vater Wladyslaw weiß. "Wenn niemand die geforderte Summe bezahlt, könnte er natürlich auch bleiben, aber für die englischen Klubs sind 30 Millionen ja nicht so viel."