​Nach dem hart erkämpften 3:1-Erfolg gegen Union Berlin steht für ​RB Leipzig am Samstagnachmittag das erste Auswärtspiel der noch jungen Rückrunde auf dem Programm. Mit ​Eintracht Frankfurt wartet ein derzeit kriselnder Klub, der sieben seiner letzten zehn Partien verlor und nur zwei Siege einstreichen konnte. 


Auf die leichte Schulter nehmen will Bullen-Trainer Julian Nagelsmann das Spiel jedoch keinesfalls, ist man in Frankfurt doch bis dato noch sieglos: "Wir wissen, was im Stadion in Frankfurt auf uns wartet. Wir brauchen ein gutes Emotionalitätsniveau, um dagegenhalten zu können", analysierte Nagelsmann auf der abschließenden Pressekonferenz. Frankfurt agiere anders als noch in der Hinrunde "in einer neuen Grundordnung, kann aber auch jederzeit in die alte Ordnung wechseln", warnte der 32-Jährige, ergänzte allerdings, man sei "darauf vorbereitet".


Nagelsmann: Nicht zu viel an Taktiken denken


Gegen die Eintracht fordert er von seinen Spielern vor allem die richtige mentale Einstellung ​auf dem Platz und hält taktische Ausrichtung und Inhalte vorerst für zweitrangig: "In erster Linie zählt am Samstag Bereitschaft, Gier und ein positives Ekligsein. Erst danach kommt die Qualität zum Tragen. Wenn wir mental auf Augenhöhe sind, können wir uns mit Hilfe unserer Qualität durchsetzen."


Damit spricht der Trainer auch die zuletzt häufiger aufgetretene Sorglosigkeit in der Anfangsphase eines Spiels an, die man bisher zwar regelmäßig noch kompensieren konnte, mit der man sich das Leben jedoch unnötigerweise oft selbst schwer macht: "Wieso wir so häufig in Rückstand geraten frage ich mich oft auch. [...] Wir haben, vor allem in den ersten Minuten der Spiele häufig 'larifari' verteidigt, waren nicht mit einhundert Prozent da. Das müssen wir abstellen und direkt von der ersten Minute an diese ein bis zwei Prozentpunkte draufpacken."


Gibt Emil Forsberg sein Comeback?


Anders als die Langzeit-Verletzten Willi ​Orban, Kevin Kampl und Ibrahima Konate könnte Mittelfeld-Allrounder Emil Forsberg gegen Frankfurt zumindest wieder im Kader stehen. Der Schwede trainierte zuletzt wieder mit der Mannschaft und kommt als weitere Option gegen Frankfurt in Frage. Ein Einsatz von Beginn an ist jedoch bezweifelbar. 


Verzichten müssen die Sachsen dagegen voraussichtlich auf Stürmer Patrik Schick, der mit Oberschenkel-Problemen zu kämpfen hat und auszufallen droht. Im Angriff steht jedoch genügend Firepower zur Verfügung, so könnte Yussuf Poulsen für Schick in die Bresche springen und neben Timo Werner und Marcel Sabitzer von Beginn an die Offensive ankurbeln. 


Unverändert bleibt dagegen wohl die Defensive, in der Abwehr-Chef Upamecano erneut den Laden zusammenhalten, und Keeper Gulacsi gemeinsam mit Abwehr Kollege Klostermann weitestgehend den Rückend frei halten soll. Flankiert werden die beiden aller Wahrscheinlichkeit nach von Nordi Mukiele (rechts) und Marcel Halstenberg (links). 


Auch ansonsten bleibt alles wie gehabt. Konrad Laimer und Youngster Tyler Adams machten ihre Sache gegen Union Berlin im defensiven Mittelfeld ordentlich. Auch Christopher Nkunku könnte seinen Startplatz im offensiven Mittelfeld behalten. 



Die voraussichtliche Aufstellung im Überblick:




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