​​Pierre-Emerick Aubameyang könnte der gesuchte Ersatz für den verletzten Luis Suárez beim ​FC Barcelona werden. DerBarça-nahen Mundo Deportivo zufolge soll der Gabuner den Katalanen bereits signalisiert haben, sich einen Wechsel vorstellen zu können. Jetzt müssten sich "nur" noch die Klubs einig werden.


Die vertragliche Situation des früheren BVB-Stars ist klar: bis 2021 läuft sein Vertrag noch beim FC Arsenal. Doch weiß man auch um den Ehrgeiz des Afrikaners, der am liebsten jedes Jahr auf höchstem Niveau sein Können zeigen will - sprich: in der Königsklasse. Doch danach sieht es, zumindest für die kommende Spielzeit, überhaupt nicht aus. Aktuell und nach nunmehr schon 24 Spieltagen belegen die Gunners einen ernüchternden zehnten Rang, mit zehn Zählern Rückstand auf den Lokalrivalen Chelsea auf Platz vier, der für die Qualifikation zur Champions League berechtigen würde. 


Aubameyang lehnt Vertragsverlängerung bislang ab


Entsprechend haben die Arsenal-Verantwortlichen schon versucht, Aubameyang ein Bleiben im Emirates Stadium über 2021 hinaus mit einer sukkulenten Gehaltserhöhung schmackhaft zu machen. Zur Zeit soll er um die zehn Millionen Euro jährlich einstreichen. Doch "Auba" ziert sich, seine Unterschrift unter einen neuen Vertrag zu setzen. Eben weil es ihm mehr um das Sportliche, denn das rein Finanzielle geht. 


So sieht die Gemengelage also zur Zeit aus. Natürlich kann der FC Arsenal darauf pochen, dass der Spieler seinen Vertrag erfüllt. Aber aus zahlreichen Erfahrungen der Vergangenheit wissen wir alle, wie dann der Mechanismus laufen wird: Der Spieler wird klagen, dass man ihm die Chance seines Lebens genommen habe, wird medial auf die Tränendrüse drücken und alles dafür tun, damit sein aktueller Arbeitgeber am Ende entnervt das Handtuch schmeißt und ihn in Richtung Traumklub ziehen lässt. Zumal Aubameyang auch keine 20 mehr ist. Sondern im kommenden Juni 31 Jahre alt wird.


Der Marktwert des Stürmers wird aktuell vom Portal transfermarkt.de auf 70 Millionen Euro beziffert. 


Spätestens bis nächsten Freitag muss Entscheidung fallen


Die Fragen, die sich die Verantwortlichen in Highbury House nun stellen müssen, sind mannigfaltig. Die erste könnte sein: Bekommen wir einen solchen Betrag auch noch in einem Jahr? Was ist, wenn sich der Spieler in den kommenden Wochen oder Monaten verletzt, seine Form verliert und deshalb dramatisch an Wert einbüßt? Und: Garantiert uns der Verbleib Aubameyangs wirklich, die sportlichen Ziele zu erreichen? Abgesehen davon - welchen Sinn macht es, einen unzufriedenen Star-Spieler in den eigenen Reihen zu wissen? 


Der FC Barcelona wird derweil erstmal abwarten. Zumindest ein paar Tage, denn über allem schwebt natürlich das zeitnahe Ende des Wintertransfer-Fensters. Schließen tut es, sowohl in England als auch in Spanien, am kommenden Freitag. Gut möglich, dass Barça Anfang der Woche ein erstes Angebot abgibt. Abhängig von der Höhe desselben, und davon, wie die Arsenal-Bosse die gestellten Fragen für sich beantwortet haben, wird dann der Deal tatsächlich noch zustande kommen. Oder eben nicht. Man darf gespannt sein.


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