Sehr engagiert treibt ​RB Leipzig in der aktuellen Transferperiode ihre Kaderplanungen ​voran. Neben dem spanischen Offensivspieler Dani Olmo, ​dessen Transfer so gut wie perfekt ist, bemühen sich die Sachsen auch um einen neuen defensiven Akteur. Laut Informationen der Bild ist dabei Andreas Christensen in den Fokus gerückt.


Der Däne ist dem ein oder anderen Bundesligafan noch als Spieler von ​Borussia Mönchengladbach bekannt. Zwischen 2015 und 2017 spielte Christensen bei den Fohlen und entwickelte sich dort vom Talent zum gereiften Profi. Starke 82 Pflichtspiele absolvierte der inzwischen 23-Jährige für Mönchengladbach, das den Innenverteidiger gerne länger am Niederrhein gehalten hätte. Da dieser allerdings nur für zwei Jahre vom ​FC Chelsea ausgeliehen war, zog Christensen nach Ablauf der Leihe wieder auf die Insel.

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Dort kommt er in der Regel nicht über die Rolle als Ersatzspieler hinaus. 84 Pflichtspiele in zweieinhalb Jahren klingen zwar durchaus nett, doch im hochfrequenten englischen Fußballrhythmus hätten es durchaus viel mehr Einsätze sein können. 


Gegen die in der Regel gesetzten Antonio Rüdiger, David Luiz (seit Sommer 2019 bei Arsenal), Kurt Zouma oder dem aufstrebenden Talent Fikayo Tomori hat(te) Christensen häufig das Nachsehen, auch wenn der 31-malige Nationalspieler Nänemarks seit Jahreswechsel wieder vermehrt zum Einsatz kam.


RB Leipzig fahndet nach schnellem Ersatz für die Innenverteidigung


Dennoch, Christensen könnte sich einen Tapetenwechsel durchaus vorstellen. Mit RB Leipzig soll nun ein deutsches Schwergewicht an dem Verteidiger dran sein. Durch Verletzungsprobleme sehen sich die Sachsen in der Verteidigung aktuell als zu dünn besetzt, zuletzt musste sogar Rechtsverteidiger Lukas Klostermann in der Innenverteidigung aushelfen. Da es nun auf die entscheiden Phase der Saison zugeht, suchen die Leipziger einen schnellen Ersatz.


Möglichst als Soforthilfe sollte ein Neuzugang agieren, also folglich kein Talent sein, welches sich erst in Verein und Liga zurechtfinden muss. "Wenn ich einen 19-jährigen Innenverteidiger aus Frankreich hole, ist die Saison vorbei, bis er ankommt und versteht, was ich von ihm will", watschte RB-Trainer Julian Nagelsmann in der Bild etwaige Gerüchte um einen blutjungen Ersatz für die vakante Position ab.


Christensen passt im Grunde perfekt ins Anforderungsprofil von RB. Der Däne kennt den deutschen Fußball aus seiner Gladbacher Zeit noch sehr gut und bringt einiges an Erfahrung mit. Dennoch hat der Spieler mit seinen 23 Jahren noch jede Menge Potenzial zu bieten. Nicht nur als kurzfristige Lösung, auch für langfristige Pläne soll man in Leipzig den Dänen auf dem Schirm haben. Eine Leihe mit anschließender Kaufoption ist wahrscheinlich die Leipziger Wunschoption.


Wechsel spätestens im Sommer?


Problem: Chelsea möchte den Verteidiger nicht unbedingt gehen lassen, allen voran Trainer und Klublegende Frank Lampard möchte Christensen in London halten. Der Transfer könnte sich also hinziehen, eine Einigung noch in diesem Winter ist nicht in Stein gemeißelt. 


Da der Vertrag zwischen Chelsea und Christensen noch bis 2022 läuft, ist der aktuell Tabellenvierte der ​Premier League nicht unbedingt zu einem Verkauf gezwungen.

Nadiem Amiri,Kevin Volland,Dayot Upamecano,Lukas Klostermann

Der Transfer von Christensen hängt auch von der Zukunft der Profis Klostermann (2.v.l.) und Upamecano (r.) ab



Sollte der Transfer in diesem Winter nicht stattfinden, könnte der Draht zwischen Christensen und Leipzig im kommenden Sommer wieder heiß werden. Dann steht RB unter Umständen ein Umbruch in der Verteidigung bevor. Mit Lukas Klostermann und ​Dayot Upamecano könnten zwei wichtige Stützen aus der Abwehr wegbrechen. Beide besitzen lediglich einen Vertrag bis 2021 - und beide werden europaweit gejagt.


Günstig wäre Christensen keinesfalls, transfermarkt.de schätzt den Marktwert des Spielers auf 30 Millionen Euro. Doch der Flirt zwischen dem Dänen und RB ist konkret. Kommt es in der letzten Transferwoche zu keinem Wechsel nach Deutschland, darf man mit Sicherheit im kommenden Sommer mit einer weiteren Offerte seitens der Sachsen rechnen.