​Frage: Würde sich ein nach einem Schiffsunglück im Meer treibender Mensch von seiner Rettungsweste trennen? Wohl eher nicht. Genauso wenig hat ein in Abstiegsnöten befindlicher ​VfL Bochum ein Interesse daran, sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt von seinem besten Torjäger zu trennen. Trotz eines verlockenden Millionen-Angebots vom Liga-Konkurrenten VfB Stuttgart.


Denn die Schwaben sollen, Angaben der Bild zufolge, bereit sein, fünf Millionen Euro für ​Silvère Ganvoula hinzulegen. Damit der kongolesische Stürmer noch in diesem Winter seine Zelte in Stuttgart aufschlägt. 


Doch das wird aller Voraussicht nach nicht passieren. Schließlich ist Ganvoula (23) so etwas wie die Rettungsweste der Westdeutschen. Denn mit zehn Liga-Treffern in 16 Spielen ist der sechsfache Nationalspieler der absolute Top-Torjäger der Bochumer. Dazu traf er noch dreimal in der ersten DFB-Pokal-Runde. Wenn man nicht gerade sportlichen Selbstmord begehen will, hält man so einen Spieler. Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. 


Schindzielorz verneint die Existenz eines Angebots


Was dann nach der Saison passiert, wird man sehen. Höchstwahrscheinlich haben sich auch die Bochumer Verantwortlichen (notgedrungen) schon mit dem Gedanken angefreundet, den Spieler über den kommenden Sommer hinaus wohl nicht mehr halten zu können. Bis dahin aber soll er mit Toren den Abstieg in Liga drei verhindern. Ganvoulas Vertrag beim Revier-Klub ist noch bis zum Sommer 2023 befristet.


Entsprechend klar und deutlich äußerte sich Bochums Geschäftsführer Sport, Sebastian Schindzielorz, gegenüber dem Boulevardblatt: "Der Spieler steht nicht zum Verkauf! Und es gibt auch kein Angebot!" Selbst wenn das stimmen sollte, wird sich das spätestens im kommenden Sommer ändern.