​Bislang hat sich die ​SGE vornehm zurückgehalten auf dem Wintertransfer-Markt. Außer Gerüchten über eine mögliche Rückkehr von Ante Rebic tut sich personell momentan nichts bei den Adlern. Dass Verstärkungen der Mannschaft durchaus gut tun würden, verrät schon ein Blick auf die aktuelle Tabelle. Mit nur vier Punkten Vorsprung auf Relegationsplatz 16 ist die SGE näher am Abstieg dran als an den ersehnten internationalen Plätzen.


Doch für's erste scheint es Trainer Adi Hütter bei einer Systemumstellung (vom bisherigen 3-5-2 zum zuletzt geprobten 4-2-3-1) belassen zu wollen - in der Hoffnung auf selbstreinigende Effekte. Zu den Gewinnern dieser Modifikation der Grundordnung zählen sicherlich die beiden gelernten Innenverteidiger Evan N'Dicka und Almamy Touré. 


Letztgenannter fühlt sich nach eigenen Angaben auf der rechten defensiven Außenbahn auch weitaus wohler als in der Abwehrzentrale. "Rechts in der Abwehr-Viererkette kann ich mich natürlich viel nach vorne einbringen", kommentierte Touré. Was ihm schon zu seiner Zeit bei der AS Monaco durchaus zupass kam. Bei den Monegassen operierte der gelernte Innenverteidiger nämlich überwiegend auf dieser Position, die in Frankfurt aber lange Zeit - und im alten System - von Danny da Costa oder Timothy Chandler besetzt wurde. 


Auch N'Dicka wurde in den letzten beiden Pflichtspielen auf der Außenbahn (links) eingesetzt, nachdem er zuvor stets in der Abwehrzentrale aufgeboten worden war. Und prompt konnte er beim letzten Punktspiel des Jahres 2019 in Paderborn seinen ersten Scorer-Punkt verbuchen.


Kamada vielleicht schon gegen Düsseldorf wieder dabei


In der Offensive hoffen die Hessen darauf, dass der Genesungsprozess des Japaners Daichi Kamada weiterhin so schnell verläuft wie bisher. Eigentlich war man nach seinem im Testspiel gegen Hertha BSC zugezogenen Bänderriss im Sprunggelenk von einer längeren Pause für den offensiven Mittelfeldspieler ausgegangen. Doch bereits am vergangenen Dienstag tauchte der 23-Jährige schon wieder auf. Zwar vorläufig erst zum Aufwärmen, weshalb ein Einsatz gegen RB Leipzig (Sa, 15.30 Uhr) auch definitiv noch zu früh kommt, aber bereits am 20. Spieltag könnte er beim Auswärtsspiel in Düsseldorf schon wieder eine reelle Option darstellen. 


Das Problem der Hessen: Einen adäquaten Back-up für den im Sommer aus Belgien (St.Truiden) zurückgekommenen Kamada haben die Frankfurter momentan nicht im Kader. Mijat Gacinovic, der diese Rolle vom vorhandenen Personal wohl am ehesten ausfüllen könnte, ist diese Saison nicht konstant genug in seinen Leistungen. Nicht zuletzt auch seiner Verletzungsanfälligkeit geschuldet, verpasste der Serbe in der Hinrunde bereits sieben Spiele. 

Auf der offensiven Mittelfeldposition bestünde demnach durchaus Handlungsbedarf für die Frankfurter. 


Definitiv zerschlagen haben sich dagegen zwei angedachte Rückhol-Aktionen. Ante Rebic ließ kürzlich keinen Zweifel daran, auch nur einen Gedanken an eine Heimkehr an den Riederwald zu verschwenden. Vielmehr will sich der Kroate, nach anfänglichen Schwierigkeiten beim AC Mailand, dort nachhaltig durchsetzen. 


"Ich habe viele Karriereopfer gebracht und trainiert, damit ich eines Tages zu einem großen Verein wie dem AC komme", sagte Rebic vor Kurzem gegenüber der kroatischen Zeitung Sportske Novosti (via Frankfurter Rundschau). "Ich habe dieses Ziel erreicht und möchte jetzt meine Spuren hier hinterlassen. Ich werde auf jeden Fall eines Tages nach Frankfurt zurückkehren. Aber davor habe ich hier noch viel zu tun." 


Und auch ein Comeback von Jesús Vallejo in der Commerzbank-Arena wird es vorerst nicht geben. ​Vielmehr liegt die unmittelbare Zukunft des Spielers von Real Madrid bei dessen Liga-Konkurrenten FC GranadaStill ruht der See also bei der Eintracht was Neuverpflichtungen betrifft. Doch noch haben Bobic und Co. ja etwas mehr als eine Woche Zeit, um doch noch auf dem Markt aktiv zu werden.