​Noch in der aktuellen Winter-Transferphase scheint es bei ​Bayer Leverkusen in der Innenverteidigung zu grober Fluktuation zu kommen. Neben Aleksander Dragovic, der die Werkself in Richtung Bologna verlassen könnte, soll auch sein Kollege Panagiotis Retsos zumindest verliehen werden. Für den 21-Jährigen "wird Spielpraxis sehr wichtig sein", weiß auch Trainer Peter Bosz.


Die letzten Monate in der Karriere von Panagiotis Retsos sind alles andere als optimal verlaufen. In seinem zweiten Jahr bei Bayer Leverkusen konnte der Innenverteidiger nicht an seine Leistungen aus der Vorsaison anknüpfen, hinzu kam großes Verletzungspech. Nachdem er bereits elf Spiele bis zum Oktober 2018 verpasste (Sehnenanriss), wurde er wenig später bis März 2019 durch einen Muskelfaserriss zurückgeworfen - eine weitere Zehenverletzung zum Ende der letzten Saison war beim Versuch, wieder an die vorigen Leistungen zu kommen, auch kein Vorteil. 


Retsos soll Spielpraxis sammeln - Leihe nach Italien denkbar


Seitdem spielt der junge Grieche in den Überlegungen von Peter Bosz so gut wie keine Rolle mehr. Wettbewerbsübergreifend kommt Retsos in der bisherigen Saison auf lediglich sechs Pflichtspiel-Einsätze, nur zweimal davon stand er in der Startelf. Eine für ihn sehr unbefriedigende Situation. 


Immerhin brauche er laut seinem Trainer den "Wettkampfrhythmus" (via kicker): "Für Panos wird Spielpraxis sehr wichtig sein. Er hat ein Jahr komplett verloren. Er bekommt in den Wettbewerben nicht oft die Chance zu spielen, und wir haben auch keine zweite Mannschaft, wo er seinen Rhythmus bekommen kann." Schon im November soll man ihm ​die Freigabe für einen Winter-Abgang erteilt haben.

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Ein seltener Anblick: Retsos darf sich auf dem Platz (mit Bender) freuen



Damit scheint es klar zu sein, dass der flexibel einsetzbare Abwehrspieler Leverkusen zumindest vorerst verlassen soll. Rund 18 Millionen Euro hatte man im Sommer 2017 an Olympiakos Piräus für seine Dienste überwiesen. Vieles scheint für eine Leihe zu sprechen, auch, da sein Vertrag noch bis 2022 läuft und man sich eigentlich nicht trennen möchte. "Ich möchte spielen, egal ob hier oder woanders", so Retsos. Laut kicker soll potenzielles Interesse vor allem aus Italien kommen: Die Erstligisten Cagliari Calcio und der CFC Genua sollen sich um eine Leihe bewerben. 


Sollte Retsos zwischenzeitlich in die Serie A wechseln, so könnte es dort zum ungewöhnlichen Wiedersehen mit Werkself-Kollege Aleksander Dragovic geben. Auch er ist Innenverteidiger und aufgrund seiner geringen Einsatzzeiten unglücklich. ​Der FC Bologna scheint sich mit dem 28-Jährigen zu beschäftigen. Sollte einer von beiden, oder gar beide Verteidiger, gehen, bräuchte man in Leverkusen Ersatz. Allerdings sollen die Bemühungen um weitere Verstärkung schon laufen - wohl auch, weil man fest von den Abgängen von Retsos und Dragovic ausgeht. Schließlich brauche man keine "fünf Innenverteidiger", wie Bosz schon verlauten ließ. 


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