Die Unzufriedenheit, die Aleksander Dragovic bei ​Bayer Leverkusen ausstrahlt, überrascht eigentlich niemanden. Der Innenverteidiger kommt unter Peter Bosz nur selten zum Einsatz, als Stammspieler kann sich der 28-Jährige gewiss nicht bezeichnen. Wenig verwunderlich also, dass er den Verein verlassen möchte - der FC Bologna gilt als möglicher Interessent.


Mit lediglich acht Einsätzen in der ​Bundesliga (davon fünfmal in der Startelf) kann sich Aleksander Dragovic nicht zufriedengeben. Dass der Österreicher mit seiner Rolle unter Peter Bosz unzufrieden ist und Wechselgedanken hegt, kommt nicht allzu überraschend. Schon in der gesamten Vorsaison stand der Österreicher in lediglich 18 Liga-Spielen auf dem Platz - ein Trend, der sich für ihn nicht verbessert hat. 


Dragovic braucht Einsatzzeiten - Bologna und Galatasaray sind interessiert


Verschiedenen Medienberichten zufolge soll sich Dragovics Berater in Italien nach einem potenziellen neuen Verein umgesehen haben (via Transfermarkt). Noch im Winter würde der 28-Jährige die Werkself gerne hinter sich lassen. Wie Sky Italia berichtet, soll er das Interesse des italienischen Erstligisten FC Bologna geweckt haben. Aus Österreich wird diese Meldung durch Laola1 bestätigt - erste Gespräche sollen bereits stattgefunden haben.


Ein weiterer Grund für den angestrebten Wechsel soll zudem die im Sommer anstehende Europameisterschaft sein. Um dort teilnehmen zu können, benötigt Dragovic Spielpraxis, die er in Leverkusen voraussichtlich nicht bekommen wird. 

Aleksandar Dragovic

Das Österreich-Trikot möchte Dragovic auch im Sommer tragen - dafür braucht er Spiele



Auch Galatasaray Istanbul wird als Interessent gehandelt. Gut möglich also, dass sich der Innenverteidiger zwischen mehreren Angeboten entscheiden könnte. Sein aktueller Vertrag beim Tabellensechsten der Bundesliga läuft nur noch bis 2021. Rudi Völler (Geschäftsführer Sport) wird sich somit keine zu großen Hoffnungen auf eine noch gute Ablösesumme im etwaigen Falle des Abschieds machen können. Transfermarkt beziffert seinen derzeitigen Marktwert auf neun Millionen Euro. Da im Sommer ​auch Jonathan Tah wechseln könnte, muss sich der Verein für die Innenverteidigung sehr bald neu aufstellen.