​Nicht nur bei ​Borussia Dortmund laufen im Hintergrund bereits ​die Planungen für die kommende Saison auf Hochtouren. Einer der größten Kaderbaustellen, der sich die Verantwortlichen in den nächsten Wochen/Monaten stellen müssen, ist die Rechtsverteidiger-Position, die bereits in der laufenden Saison eine der großen Schwachstellen der Schwarz-Gelben darstellt.


Aktuell hat der BVB mit Achraf Hakimi, Lukasz Piszczek und Mateu Morey drei nominelle Rechtsverteidiger im Kader. Stand jetzt können die Verantwortlichen nur mit Morey sicher für die neue Spielzeit planen. Der 19-Jährige wurde im vergangenen Sommer ablösefrei aus der U19 des ​FC Barcelona verpflichtet, wartete bislang allerdings vergebens auf seinen ersten Pflichtspieleinsatz bei den Profis.


Piszczek-Vertrag läuft aus


Ob Piszczek dem Vizemeister über den kommenden Sommer hinaus erhalten bleibt, ist ungewiss. Der Vertrag des Polen läuft am Saisonende aus. Bei aller Sympathie für den 34-Jährigen, der seit Sommer 2010 für die Schwarz-Gelben aufläuft, spricht aus sportlicher Sicht einiges gegen eine Verlängerung. Der Routinier bringt zwar reichlich Erfahrung mit, in den letzten Monaten wurde jedoch einige Male deutlich, dass der Publikumsliebling seinen Zenit (längst) überschritten hat und vor allem in Sachen Geschwindigkeit Defizite aufweist, was auf der Außenbahn ein erheblicher Nachteil ist. 


Bei Hakimi, der noch bis zum Saisonende von ​Real Madrid ausgeliehen ist, hat der BVB wohl keine Chance auf eine feste Verpflichtung, auch wenn die Sport Bild kürzlich berichtete, dass Real-Coach Zinedine Zidane nicht mit dem 21-Jährigen plant. In Spanien heißt es allerdings weiterhin, dass der ehemalige Weltfußballer den marokkanischen Nationalspieler ab Sommer in seinem Kader haben will. 

Real Madrid CF v Sevilla FC  - La Liga

Wie plant Real-Coach Zinedine Zidane mit Achraf Hakimi?



Auch der Leihwechsel von ​Reals Alvaro Odriozola zum FC Bayern München lässt darauf schließen, dass die Königlichen in der neuen Saison mit Hakimi und Daniel Carvajal auf der Rechtsverteidiger-Position planen. Dem Vernehmen nach hat Odriozola in Madrid keine Zukunft mehr. Durch das Leihgeschäft zum deutschen Rekordmeister hat der 24-jährige Rechtsverteidiger nun die Chance, um sich für einen neuen Verein zu empfehlen. Welche Rolle der Spanier letztendlich bei den Bayern spielen wird, werden die nächsten Wochen zeigen. 


Der BVB braucht einen neuen Rechtsverteidiger

Sollte sich für die Schwarz-Gelben dennoch die Chance ergeben, Hakimi fest zu verpflichten, ist die Baustelle auf der Rechtsverteidiger-Position allerdings noch nicht wirklich behoben. Der Youngster wusste in dieser Saison zwar offensiv voll und ganz zu überzeugen (zwölf Torbeteiligungen), offenbarte in der Defensive jedoch einige Schwächen. Hakimi entschied lediglich 51 Prozent seiner Zweikämpfe (via Sport1) für sich und hat auch in der Rückwärtsbewegung noch Luft nach oben, weshalb der BVB auch bei einem Hakimi-Verbleib einen neuen und defensivstarken Rechtsverteidiger benötigt. Morey ist diese Rolle noch nicht zuzutrauen. 


Als potenzieller Neuzugang wird seit geraumer Zeit Lukas Klostermann gehandelt. Laut Sport1-Informationen ist der Nationalspieler in Diensten von ​RB Leipzig weiterhin ein Thema beim BVB. Der 23-Jährige, dessen Vertrag 2021 ausläuft, soll allerdings auch beim ​FC Bayern München auf dem Zettel stehen.