In der laufenden Saison hat Stefan Ilsanker bei ​RB Leipzig keinen einfachen Stand. Unter Cheftrainer Julian Nagelsmann spielt der 30-Jährige nur eine untergeordnete Rolle. Mit Blick auf die Europameisterschaft zog der Österreicher deshalb einen Abschied im Winter in Erwägung, um anderswo mehr Spielpraxis sammeln zu können. Eine Anfrage von ​Eintracht Frankfurt wurde jedoch vom Tabellenführer zurückgewiesen. 


Aufgrund der schweren Verletzungen von Lucas Torro (Innenbandriss Knie) und Gelson Fernandes (Sehnenriss) halten die Verantwortlichen der SGE nach einer Verstärkung für das defensive Mittelfeld Ausschau. Einem Bericht der Sport Bild zufolge versuchten die Hessen bei Ilsanker ihr Glück, handelten sich jedoch eine Absage ein. 


Ilsanker: "Im Hinblick auf die EM benötige ich viele Spiele"


Der 30-Jährige war in dieser Saison bei den Roten Bullen lange Zeit außen vor und kam erst Ende Oktober, bedingt durch die Ausfälle der beiden Innenverteidiger Ibrahima Konaté und Willi Orban, zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz. 482 Minuten stand der Routinier seither auf dem Platz. Zu wenig für Ilsanker, der seine EM-Chancen in Gefahr sieht. "In Hinblick auf die EM benötige ich viele Spiele, daher würde sich ein Wechsel schon anbieten", erklärte der Österreicher Anfang Januar gegenüber den Salzburger Nachrichten.


In der vergangenen Woche ​schloss ​Sportdirektor Markus Krösche einen Abgang von Ilsanker, der dem Vernehmen nach auch Angebote aus China erhalten hatte, aus. Da Konaté und Orban noch einige Wochen ausfallen und mit Diego Demme ein defensiver Mittelfeldspieler den Verein in Richtung Neapel verlassen hat, wird der Defensivallrounder als Backup gebraucht. 

Stefan Ilsanker

Wechselte im Sommer 2015 nach Leipzig: Stefan Ilsanker



Spätestens im kommenden Sommer dürfte Ilsanker seine Zelte in Leipzig abbrechen. Der Vertrag des Nationalspielers läuft am Saisonende aus. Sollte die Eintracht weiterhin Interesse am 30-Jährigen zeigen, könnte man ihn im Sommer ablösefrei verpflichten. In Frankfurt würde Ilsanker auf einen alten Bekannten treffen. Cheftrainer Adi Hütter und der RB-Profi kennen sich bereits aus der gemeinsamen Zeit bei Red Bull Salzburg.


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