​Kurz nach dem Saisonstart wurde bei ​Werder Bremens Kevin Möhwald eine Knieverletzung festgestellt. Die benötigte Operation warf den 26-Jährigen komplett aus dem Rennen. Aktuell ist der Bremer ein vergessener Hoffnungsträger.


Seit dem 2. Spieltag liegt Werders Kevin Möhwald bereits flach. Aufgrund einer diagnostizierten Knieblessur war ein schneller Eingriff unausweichlich. Die Folge: rund sechs Monate Ausfallzeit und eine lange Regeneration. Zum Start der Rückrunde benötigt der Mittelfeldspieler noch immer viel Zeit und wird seiner Mannschaft noch einige Wochen fehlen.


Dabei versprach der Start in die neue Spielzeit so viel. Die Vorbereitung lief für Möhwald blendend. Trotz der großen Konkurrenz im Kader schien sich der 26-Jährige als ein heimlicher Startelf-Kandidat zu etablieren. Im Mittelfeld versprühte er Spielfreude und das gewisse Etwas, welches Werder aktuell mehr denn je vermissen lässt.


Möhwald und der schmerzhafte Verlust


Gerade in dieser Spielzeit ruhten viele Hoffnungen ​auf dem hungrigen Abräumer. Denn im Vergleich zum Vorjahr schien der Kader auf seiner Position nicht gut genug besetzt zu sein. Nuri Sahin und Philipp Bargfrede fehlen immer wieder verletzt oder zeigen keine bundesligatauglichen Leistungen. 


Möhwald wäre also nicht nur aufgrund der Personalsorgen der benötigte Hoffnungsträger gewesen. Der 26-Jährige ist die einzige Option für das defensive Mittelfeld, welche durch Tempo und Physis überzeugt. Gleichzeitig ist der ehemalige ​Nürnberger mit guten Fähigkeiten am Ball ausgestattet und somit ein ideales Bindeglied zwischen der Verteidigung und dem Angriff.

Kevin Moehwald

Möhwald unterstrich während der Vorbereitung seine aufsteigende Leistungskurve



Als dritter Mann für die offensiveren Achter wäre er zudem ebenfalls eine wichtige Alternative gewesen. Seit dem Saisonstart laufen dort Davy Klaassen und Maximilian Eggestein unentwegt auf - und zuletzt auf der letzten Rille, wodurch sie selten zur Bestform fanden. Da Bremen das nötige Kleingeld fehlte, war an eine hochwertige Verpflichtung im Winter bis jetzt kaum zu denken. Dafür waren andere Mannschaftsteile noch problematischer.


Gemeinsame Zukunft mit Werder Bremen?


Und man hatte ja sowieso noch Möhwald, der irgendwann wieder zurückkehren würde. Sicher ist allerdings, dass sich ein Comeback noch etwa zwei Monate hinziehen könnte. Erst Mitte März wird der 26-Jährige wieder auf dem Platz erwartet. Dass er in den letzten Monaten wie vergessen schien und keine Argumente für eine langfristige Zukunft liefern konnte, findet bei all den schlechten Nachrichten immer weniger Beachtung


Sein Vertrag läuft im Sommer des kommenden Jahres aus. Viel hängt an den Einsätzen, die Möhwald noch bis zum Saisonende zeigen kann. Noch muss der frustrierte Mittelfeldspieler allerdings zusehen, wie sich die schwächelnden Bremer womöglich ohne ihn aus dem Keller kriseln. Bis jetzt ist es für ihn eine Saison zum Vergessen, die eigentlich so aussichtsreich begann. Allein die Gewissheit bleibt, dass die Bremer mit seiner Rückkehr ein ganz anderes Gesicht zeigen könnten.


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