Noch immer ist der ​FC Bayern München im aktuellen Transferfenster auf der Suche nach Verstärkung für den Profikader. Während eine ​Leihe von Rechtsverteidiger Alvaro Odriozola bevorsteht, hat sich der Mannschaftsrat gegenüber Trainer Hansi Flick für eine Rückholaktion von Douglas Costa ausgesprochen - er fühle sich in Turin unwohl und könne dem Team helfen.


Die offensiven Flügel des FC Bayern sind mit Kingsley Coman und Serge Gnabry qualitativ zwar gut besetzt, jedoch gilt das Duo als verletzungsanfällig. Bleibt nur noch Leihspieler Ivan Perisic, der am Sonntag gegen ​Hertha BSC eine gute Partie ablieferte, jedoch auch sehr schwankend in seinen Leistungen ist.


Bayerns Mannschaftsrat traut Flick richtigen Umgang mit Costa zu


Zur allgemeinen Besetzung des Kaders soll Hansi Flick im Doha-Trainingslager seinen Mannschaftsrat befragt haben, wie die Sportbild berichtet. Demnach haben sich Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Robert Lewandowski, Thomas Müller und David Alaba dort für weitere Verstärkungen sowohl für die Defensive, als auch für die Offensive ausgesprochen - die Flügelpositionen wurden wohl als eine quantitative Schwachstelle benannt, für welche die Spieler direkt eine mögliche Besetzung vorgeschlagen haben: Douglas Costa von ​Juventus Turin. 2017 verlieh man den heute 29-Jährigen zunächst nach Turin, ehe er im Jahr darauf für rund 46 Millionen Euro (via Transfermarkt) fest verpflichtet wurde. 

Juventus v Udinese Calcio - Coppa Italia

Gegen Udinese Calcio durfte Costa immerhin für zehn Minuten spielen



Nach Ansicht der befragten Spieler wäre Costa (Vertrag bei Juve bis 2022) jemand, der sofort helfen könnte. Durch die potenziellen Ausfälle von Coman und Gnabry besteht zumindest bis zum Sommer Handlungsbedarf. Wenn ihn "ein Trainer gut führt", und das trauen die Spieler Flick zu, dann könnte Costa definitiv die ersehnte Verstärkung sein. Zudem soll er sich bei Juventus ohnehin nicht wohlfühlen - nach Problemen mit einer Muskelverletzung steht er unter Trainer Maurizio Sarri regelmäßig nur für Kurzeinsätze auf dem Platz, hat bislang nur drei Startelf-Einsätze zu verbuchen. 

Ob man sich nach dem Gespräch tatsächlich noch darum bemühen wird, Douglas Costa zumindest zeitweise zum FC Bayern zurückzuholen, ist fraglich. Zuletzt machten Gnabry und Coman Fortschritte bei ihrer Rückkehr auf den (Trainings-)Platz. Für Costa würde aktuell ohnehin nur eine Leihe infrage kommen.


Und was man ebenfalls bedenken sollte: Ähnlich wie Coman und Gnabry gilt auch Costa als extrem verletzungsanfällig. Einen verletzungsanfälligen Spieler als Backup für verletzungsanfällige Spieler zu holen, macht dann im Endeffekt eigentlich auch nur wenig Sinn.