Johannes Eggestein zählt beim SV Werder Bremen zu den Verlierern der bisherigen Saison. Trotz zahlreicher verletzungsbedingter Ausfälle bleibt dem U21-Nationalspieler häufig nur der Platz auf der Bank. Mit seiner Reservistenrolle ist Eggestein nicht zufrieden - will sich aber dennoch in den Dienst der Mannschaft stellen.


Die Saison des SV Werder Bremen ist kompliziert. Vollmundige Ambitionen, Verletzungspech sondergleichen und sportliche Tristesse resultieren derzeit in einem ernüchternden 16. Tabellenplatz und viel Ratlosigkeit. Die herrscht aktuell auch bei Johannes Eggestein vor; der variable Angreifer befindet sich auf anhaltender Formsuche.


Johannes Eggestein: Heißer Start, tiefer Fall


Dabei begann die Saison für den 21-Jährigen ordentlich. Florian Kohfeldt traute dem Youngster die Position hinter der Spitze sowie den endgültigen Durchbruch in Bremen zu. Eggestein startete im ersten Saisonspiel gegen ​Düsseldorf und traf sogar. Dann allerdings begann sein Stern zu sinken: Im zweiten Spiel sah Eggestein die Ampelkarte, nach seiner Sperre enttäuschte er in zwei Spielen in der Anfangsformation und sammelte anschließend nur noch fünf Kurz- sowie einen Startelfeinsatz. Das Fortune hat den U21-Nationalspieler verlassen, eine weitere Torbeteiligung gelang ihm nicht mehr.

Johannes Eggestein

"Es war für uns als Mannschaft eine sehr schwierige Hinrunde. Für alle Beteiligten ist es nicht einfach", suchte Eggestein am Dienstag in einer Medienrunde (via WeserKurier) nach Erklärungsansätzen für seine geringen Einsatzzeiten. "Vielleicht hatte der Trainer das Gefühl, dass ich in dem einen oder anderen Spiel zu wenige Aktionen und auch nicht die Frische hatte. Aber ich kann es nicht genau erklären und versuche einfach, mich weiter im Training anzubieten. Ich hoffe, dass es wieder mehr Einsätze werden." 


Im Trainingslager auf Mallorca zeigte der 21-Jährige ansprechende Trainingsleistungen, schmorte beim Rückrundenauftakt in Düsseldorf dennoch 90 Minuten auf der Bank. Das nagt an Eggestein: "Ich habe das Feedback bekommen, dass ich gut trainiert habe. Wenn man dann trotzdem keinen Einsatz bekommt, ist es schwierig für mich, damit umzugehen." 


Eggestein will wieder angreifen

Ein Störfaktor will Eggestein aber keinesfalls werden, zumal Cheftrainer Florian Kohfeldt ihm geraten hat, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen: "Er hat mir in Einzelgesprächen gesagt, dass es momentan mehr um die Mannschaft als um den Einzelnen geht. Das ist auch richtig. Damit muss ich gerade umgehen. Manchmal trainiert man gut und macht viele Dinge richtig, aber trotzdem läuft es nicht so, wie man es sich erhofft. Das ist etwas, das ich lernen muss in meiner Karriere."


Seine Frustration will Eggestein - auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele im Sommer - nun in Leistung umwandeln. "Ich werde nicht aufgeben und jetzt schlechter trainieren. Es ist eher der Zeitpunkt, um zu sagen: Jetzt mache ich noch mehr", kündigte der 21-Jährige an.