​Beim BVB beherrschen derzeit zwei Spieler die Schlagzeilen: Paco Alcacer und Erling Haaland. Beides Stürmer, jedoch mit gänzlich unterschiedlichen Vorzeichen.


Der eine, Haaland, legte nach seinem viel umjubelten Wechsel zum BVB ein Debüt nach Maß hin und ​versenkte die Augsburger Puppenkiste nach einem 1:3-Rückstand gleich mal mit einem Hattrick. Der andere, Alcacer, spielt hingegen die beleidigte Leberwurst und tut offenbar alles, um seinen Abgang aus Dortmund zu forcieren.

Paco Alcacer,Erling Braut Haaland

Weil Paco nach der Ankunft vom Heiland - pardon, Haaland - Angst hat, dauerhaft auf der unbequemen Dortmunder Ersatzbank zu sitzen, wendet er derzeit eine Methode an, die vor ihm auch schon Ousmane Dembele und Pierre-Emerick Aubameyang (erfolgreich) durchgezogen haben. Er zeigt eine Null-Bock-Einstellung. Konsequenz: Lucien Favre ließ den Spanier zum Rückrundenauftakt einfach mal links liegen und nominierte ihn erst gar nicht für den Kader gegen Augsburg - stattdessen butterte er ihn vor laufenden TV-Kameras relativ deutlich runter.


Der BVB bei Alcacer: Hart bleiben oder verkaufen?


Doch was stellt man mit so einem Spieler an, der offenbar lieber heute als morgen den Abflug machen würde? Spielt man als Verein endlich mal Hardball und zeigt, wer der Boss ist? Oder gibt man nach, trennt sich von dem unzufriedenen Spieler und kassiert eine Ablöse? Im letzteren Fall würde der ​BVB dadurch wieder in eine Situation geraten, die man eigentlich vermeiden wollte: Man hätte wieder nur einen echten Mittelstürmer im Kader. Eine Zwickmühle.


Unter den derzeitigen Umständen wäre es jedoch vernünftiger und ratsamer, Alcacer noch im Winter abzugeben. Was will man als Verein, der Titel gewinnen will, mit einem Spieler, der den Konkurrenzkampf scheut? Es kann doch nicht sein, dass ein gestandener Angreifer wie Alcacer, der immerhin auch schon beim großen ​FC Barcelona aktiv war, direkt Reißaus nimmt, weil ein neuer Konkurrent verpflichtet wurde. Schon mal was davon gehört, um seinen Platz zu kämpfen? 


Alcacers Einstellung ist nicht BVB-würdig


Was ist das überhaupt für eine Einstellung, was ist das für eine Arbeitsauffassung? Und vor allem: Was ist das für eine Mentalität?

Paco Alcacer

Gerade beim BVB, wo die Mentalitätsdebatte so stark geführt wird wie bei keinem anderen Fußballklub Europas, sollte man verstärkt darauf achten, nur auf Spieler zu setzen, die auch wirklich Bock auf Schwarz-Gelb haben. Blindgänger gab es in Dortmund in den vergangenen Jahren schließlich genug.


Es wäre aus sportlicher Sicht natürlich schade, wenn ein ausgewiesener Torjäger wie Paco (denn das ist er zweifellos) nicht mehr da wäre - aber ganz ehrlich: Spieler kommen, Spieler gehen. Auch ein Dembele und ein Aubameyang wurden vom BVB ersetzt. Den Abgang eines beleidigten Alcacer sollte man als Borussia Dortmund ebenfalls auffangen können.


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