​Seit geraumer Zeit läuft ​Atléticos teuerster Spieler der Vereinsgeschichte seiner Form und den Erwartungen der Fans meilenweit hinterher. Vor allem wenn Spiele Spitz auf Knopf stehen, scheint Trainer Diego Simeone den Fähigkeiten von ​Joao Félix nicht recht zu trauen.


Seit fast vier Monaten trifft der 126-Millionen-Mann nicht mehr in der spanischen Liga. Zuletzt konnte der 20-jährige Mittelfeldspieler in der ​Champions League gegen Lokomotiv Moskau einen Treffer erzielen.


Doch weitaus beunruhigender als die fehlende Treffsicherheit, ist die Tendenz von seinem Trainer, ihn in den entscheidenden Momenten eines Spieles auszuwechseln. Gerade dann, wenn eigentlich Tore des Teams gefragt sind.


Wenn Atlético ein Tor braucht, wird Joao Félix ausgewechselt


So wie jetzt in Eibar, als die Hausherren führten und die Colchoneros ein Tor brauchten. Und mitten in die sogenannte Crunch Time - wurde Joao Félix ausgewechselt. Und dies nicht zum ersten Mal. In insgesamt sieben Spielen, in deren Schlußphase die Madrilenen unbedingt ein Tor brauchten, nahm Simeone seinen Neuzugang vom Feld.


So wird es natürlich schwer, Selbstvertrauen zu entwickeln und sich "wichtig" für die Mannschaft zu fühlen. Irgendwas kann nicht stimmen. Der Spieler - nur ein (sehr) teures Missverständnis?

Unlängst sprach Simeone von "Enthusiasmus und Emotionen", die es gelte, einem jeden Neuzugang der Rojiblancos zu vermitteln. Doch offenbar ist dies bei Joao Félix noch nicht vollständig gelungen. Zweifel an der fußballerischen Qualität des Portugiesen hegt indes rund um das Wanda Metropolitano keiner. 


Doch wenn Joao Félix nicht bald die Atlético-typische DNA (Kampf, Einsatz und Siegeswille über 90 Minuten hinweg) in sich aufsaugt, wird er noch öfter vom Spielfeldrand aus beobachten müssen, wie seine Mannschaftskollegen versuchen, ein Spiel zu entscheiden.