​Silvester ist eigentlich schon knapp drei Wochen her, doch der BVB zündete zum Start der Rückrunde nochmal ein eigenes Feuerwerk. Nach 1:3-Rückstand gewann Schwarz-Gelb ​beim FC Augsburg letztlich noch mit 5:3 - es war die ​große Debüt-Show des Erling Haaland. Doch im Schatten des Neuzugangs gibt es beim BVB einige Personalien, die Sorgen bereiten.


Marco Reus

FBL-GER-BUNDESLIGA-AUGSBURG-DORTMUND

Im neuen Jahr sollte für Marco Reus alles besser werden. Doch nach einer persönlich schwachen Hinrunde - die erst gegen Jahresende einen leichten Aufwärtstrend erlebte -, folgte für den BVB-Kapitän ein richtig mieser Start in 2020.


Reus wirkte gegen den FCA extrem fahrig, ließ Großchancen aus und war in einer ansonsten gut laufenden Offensive der schwächste ​Dortmunder. Von seinem Trainer erhält Reus konstante Rückendeckung, doch sollte der Tempodribbler nicht langsam in Topform kommen, muss man sich fragen, wie sinnvoll es ist, Reus Woche für Woche aufzustellen.


Manuel Akanji

Axel Witsel,Mats Hummels,Manuel Akanji

Vor dem Rückenstart hatte Manuel Akanji der Sport Bild ein Interview gegeben und ​dort das in der Hinrunde schwache Defensivverhalten des BVB moniert. Der Verteidiger sprach von "fehlender Konstanz" und stellte fest, dass "wir uns fußballerisch naiv angestellt haben".


Einsicht ist bekanntlich der erste Schritt zur Besserung, doch angesichts Akanjis Leistung in Augsburg wirken die Worte aus dem Interview wie blanker Hohn. Der Schweizer war gegen die Fuggerstädter komplett von der Rolle, spielte haarsträubende Fehlpässe, zeigte ein unfassbar schwaches Zweikampfverhalten und Stellungsspiel. Kurzum: Der Schweizer zeigte - wie häufiger in der Hinrunde - keine Leistung, die einen Stammplatz bei einem Bundesliga-Spitzenteam ansatzweise rechtfertigen würde.


Lukasz Piszczek

Lukasz Piszczek,Ruben Vargas

Lukasz Piszczek ist eine Vereinslegende beim BVB und verdient jedes Loblied, das die schwarz-gelben Fans auf ihn singen. Das Zeug für einen Stammspieler und Leistungsträger hat der mittlerweile 34-jährige Pole allerdings nicht mehr. 


Gegen Augsburg war Piszczek aufgrund von Zagadous Verletzung in die Startelf gerutscht, hatte dort gegen die flinken Augsburger Angreifer jedoch häufig das Nachsehen. Unverständlich, warum Lucien Favre stattdessen nicht auf den jungen Leonardo Balerdi setzte. 


Paco Alcacer

Paco Alcacer

Paco Alcacer war in Augsburg erst gar nicht am Start und trotzdem ist er beim BVB das aktuell wohl größte Sorgenkind. Aufgrund schwacher Trainingsleistungen berücksichtige Favre den Angreifer erst gar nicht für den Spieltagskader. "Ich hatte nicht das Gefühl, dass er (Paco Alcacer, Anm d. Red.) bereit ist, uns heute zu helfen", erklärte Favre vor dem Augsburg-Spiel bei Sky (via RuhrNachrichten).


Nach der Haaland-Verpflichtung scheint Paco auf einen Wechsel zurück nach Spanien zu drängen, Angebote gab es laut Sportdirektor Michael Zorc allerdings noch keine. Fakt ist aber: Ein solch divenhaftes Verhalten, wie Alcacer es in den letzten Wochen an den Tag legt, kann man in Dortmund überhaupt nicht gebrauchen.


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