Kurz vor dem Jahreswechsel hat Borussia Dortmund auf die dünne Besetzung in der Sturmspitze reagiert und Erling Haaland verpflichtet. Da Paco Alcácer nun in der Rangordnung weiter nach unten gerutscht ist, häufen sich die Berichte über eine mögliche Flucht des Spaniers. 90min nennt vier durchaus spekulative Namen, die Alcácer beim BVB ersetzen könnten.


Max Kruse

Max Kruse

Bei einem Abgang von Alcácer würde man wohl keinen Stürmer suchen, der sich einen offenen Konkurrenzkampf mit Haaland liefert. Vielmehr dürfte man einen deutlich erfahreneren Spieler bevorzugen, der gewillt ist, sich hinten anzustellen und den 19 Jahre jungen Shootingstar in seiner Entwicklung zu unterstützen.


Max Kruse besitzt Erfahrung und spielerische Klasse. In der letzten Saison war er einer der Hauptakteure des SV Werder Bremen, präsentierte sich in seinem letzten Vertragsjahr noch einmal von seiner besten Seite. Statt in der Bundesliga zu bleiben oder zu einem Spitzenklub zu wechseln, schloss er sich jedoch Fenerbahce Istanbul an. 


Aufgrund einer zwischenzeitlichen Verletzung an der Leiste kam der 31-Jährige erst zwölf Mal in der türkischen Süper Lig zum Einsatz, erzielte dabei zwei Tore und lieferte sechs Vorlagen. Aufgrund seiner herausragenden Ballbehandlung, seinem Auge für den Mitspieler und der Fähigkeit, das Spiel zu lesen, wäre Kruse für das kombinationsreiche Dortmunder Spiel wie gemacht; ob er mit der Rolle als Nummer zwei zurechtkommen würde, ist jedoch unklar.


Olivier Giroud

FBL-ENG-PR-CHELSEA-WEST HAM

Beim FC Chelsea kommt Olivier Giroud nur noch sporadisch zum Einsatz. Sieben Einsätze über 282 Spielminuten sind zu wenig für den 33-jährigen Franzosen, der nach dem 15. Spieltag in der Premier League von Trainer Frank Lampard aussortiert und aus dem Kader gestrichen wurde.


Mehrfach wurde Giroud in der Vergangenheit mit einem Wechsel nach Dortmund in Verbindung gebracht, allerdings wäre er auch beim BVB nur ein Kandidat für die Ersatzbank. Nichtsdestotrotz ist er immer für einen Treffer gut, in 225 Premier-League-Spielen brachte Giroud den Ball 78 Mal im Netz unter. Derzeit wird er aber mit einem Wechsel zu Inter Mailand in ​Verbindung gebracht. 


Kevin Gameiro

Kevin Gameiro

Im Sommer 2018 berichtete die spanische Marca über ein angebliches Interesse der Dortmunder an Kevin Gameiro, der zum damaligen Zeitpunkt noch bei Atlético Madrid unter Vertrag stand. Die Rojiblancos verpflichteten den Angreifer erst zwei Jahre zuvor für 30 Millionen Euro vom FC Sevilla, ließen ihn dann aber für 16 Millionen Euro weiterziehen.


Die Reise des 32-Jährigen führte zum FC Valencia. Dort hat Gameiro immer wieder mit muskulären Verletzungen zu kämpfen, nichtsdestotrotz erzielte er in der abgelaufenen Spielzeit zwölf Tore und lieferte acht Vorlagen. Auch mit Gameiro würde der BVB einen erfahrenen und torgefährlichen Angreifer erhalten, möglicherweise würde er sich sogar eher mit einem Platz auf der Bank zufrieden geben.


Dries Mertens

Dries Mertens

Deutlich torgefährlicher als Giroud oder Gameiro wäre Dries Mertens. Der Belgier erzielte in der Hinrunde neun Tore für Napoli, allein in der Champions League war er fünf Mal zur Stelle. Der 32-Jährige ist ein wichtiger Baustein in der Mannschaft der Sizilianer, allerdings endet sein Vertrag im Sommer. Noch haben sich beide Parteien nicht auf eine Vertragsverlängerung geeinigt, der Ausgang bleibt offen.


Genau wie Alcácer ist Mertens klein und wendig, allerdings hat er deutlich seltener mit Verletzungen zu kämpfen als der Spanier. Ein weiterer Pluspunkt ist seine Variabilität: Mertens kann sowohl in der Sturmspitze als auch auf der linken Außenbahn agieren, ist zudem kein reiner Vollstrecker. Neben 118 Toren in 304 Partien für Napoli lieferte er auch 71 Vorlagen.