​Als letzte beiden Mannschaften starten der ​SC Paderborn und ​Bayer 04 Leverkusen am Sonntagabend in die Rückrunde. Beim Gastspiel in Ostwestfalen muss Bayer-Cheftrainer Peter Bosz ohne seinen Winterneuzugang Exequiel Palacios auskommen. Auch weitere potenzielle Stammspieler stehen wegen Sperren oder Verletzungen nicht zur Verfügung. 


Im Tor kann ​Peter Bosz wie gewohnt auf seine klare Nummer Eins Lukas Hradecky setzen. In der Hinrunde hatte der 30-jährige Finne seinen Teil dazu beigetragen, dass die Werkself für ihre Verhältnisse relativ wenig Gegentore hatte hinnehmen müssen. Der Routinier hätte aber mit Sicherheit nichts dagegen, die Hinrundenbilanz von 21 Gegentreffern in der zweiten Saisonhälfte noch zu verbessern.


Bewährungschance für Sinkgraven


Beim Spiel gegen den kämpferischen Aufsteiger dürfte Bosz auf sein bewährtes 4-2-3-1-System setzen. In der Innenverteidigung steht dem Übungsleiter dabei mit ​Jonathan Tah und Sven Bender seine ​favorisierte Abwehrzentrale zur Verfügung. Beide Abwehrspieler werden sich dabei gegen die flinken Konterspezialisten aus Paderborn gut aufeinander abstimmen müssen und werden versuchen, häufigen Sprintduellen möglichst aus dem Weg zu gehen.

Daley Sinkgraven

Auf der rechten Defensivseite wird sich aller Voraussicht nach Lars Bender gegen Mitchell Weiser durchsetzen können. Beide Spieler waren zuletzt angeschlagen. Die muskulären Beschwerden des Kapitäns dürften aber nicht so schwer wiegen, wie die Sprunggelenksverletzung seines offensiv denkenderen Mitspielers. Auf Links bahnt sich für Sommerneuzugang Daley Sinkgraven eine sehnlichst erhoffte Chance an. Der 24-jährige Niederlänger profitiert dabei von einer Gelbsperre, die seinen Mitspieler Wendell zum Zuschauen verdammt.


Palacios noch nicht spielberechtigt


Auf der Doppelsechs der Werkself können sich Julian Baumgartlinger und Kerem Demirbay trotz durchwachsener Leistungen in der Hinrunde sehr gute Chancen auf einen Starelfeinsatz ausrechnen. Mittelfeldmotor Charles Aranguiz befindet sich nach seinem Faserriss in der Wade zwar wieder auf einem guten Weg, bis der Chilene jedoch wieder eine echte Option sein kann, werden wohl aber noch Wochen ins Land ziehen.


Als Verstärkung für die Mittelfeldzentrale konnten sich die Leverkusener in diesem Winter das große Talent Exequiel Palacios sichern. Da sich der argentinische Neuzugang in seinem letzten Ligaspiel für seinen Ex-Klub River Plate aber einen Platzverweis eingehandelt hatte und die daraus resultierende Rotsperre in die Bundesliga übertragen wurde, darf er frühestens am 21. Spieltag eingesetzt werden.

Kai Havertz

Vor den beiden defensiven Mittelfeldspielern soll Kai Havertz für jede Menge offensive Impulse sorgen. Der 20-jährige Shootingstar konnte in der vergangenen Hinrunde zwar nicht an die famosen Leistungen der Vorsaison anknüpfen, bleibt aber bis zu einem ​möglichen Wechsel im kommenden Sommer weiterhin ein wichtiges Puzzleteil im Offensivgebilde der Werkself.


Ohne Bailey und Paulinho


Der personelle Aderlass im Vorfeld der Partie gegen Paderborn betrifft auch die offensiven Außenbahnen. Dabei sorgen nicht etwa Verletzungen für eine dünnere Personaldecke, sondern im Falle von Paulinho dessen Teilnahme an der Olympia-Qualifikation der brasilianischen Nationalmannschaft. Auch Leon Bailey wurde nicht von seinem eigenen Körper ausgebremst, sondern muss ebenfalls eine Rotsperre absitzen. Mit Karim Bellarabi und Moussa Diaby stehen Bosz aber dennoch zwei Flügelspezialisten zur Verfügung, die über ausreichend Qualität verfügen.


In vorderster Front wird wohl ​Kevin Volland die Aufgabe zufallen, das runde Leder nach gelungenen Kurzpassspieleinlagen schlussendlich auch über die Linie zu bugsieren. Als Alternative mit etwas mehr Durchschlagskraft in der Luft steht auch Lucas Alario parat.


Die potenzielle Startelf von Bayer 04 Leverkusen:


Hradecky - Sinkgraven, S. Bender, Tah, L. Bender - Baumgartlinger, Demirbay - Havertz - Diaby, Bellarabi - Volland