​Borussia Dortmund startet am Samstag mit einem Auswärtsspiel beim ​FC Augsburg in die Rückrunde. Zu der Reisegruppe der Schwarz-Gelben wird dabei mit Mahmoud Dahoud eine der Enttäuschungen der Hinrunde gehören. Der zentrale Mittelfeldspieler will sich in der zweiten Saisonhälfte aber endlich von seiner Schokoladenseite präsentieren und hat sich gegen einen vorzeitigen Abschied aus Dortmund ausgesprochen.


Seit seinem Wechsel im Sommer 2017 versucht der 24-jährige Mittelfeldakteur vergeblich beim Revierklub Fuß zu fassen. Bei seinem Ex-Klub Borussia Mönchengladbach noch unter anderem für seine Pferdelunge gefeiert, zeigte Dahoud auch in der aktuellen Spielzeit bislang zu selten, was ihn im steckt und kam in der Hinrunde über alle Wettbewerbe hinweg verteilt nicht über 276 Spielminuten hinaus. Definitiv viel zu wenig, für einen ehemaligen Stammspieler der U21-Nationalmannschaft und einen Profi, der dem BVB einst immerhin zwölf Millionen Euro Ablöse wert gewesen war.


Dahoud will sich beim BVB durchbeißen


Obwohl der aktuelle Vertrag von Dahoud erst im Sommer 2022 ausläuft, galt der unter ​Cheftrainer Lucien Favre bislang nicht allzu hoch im Kurs stehende Sechser zuletzt als möglicher Abwanderungskandidat - bei entsprechendem Angebot sogar in diesem Winter. Nach Informationen der Funke Mediengruppe soll mit Hertha BSC nun zwar ein potenzieller Abnehmer parat stehen, dem Vernehmen nach, soll Dahoud zumindest bis zum Saisonende aber keinerlei Wechselgedanken hegen.

Mahmound Dahoud

Auch die BVB-Bosse hätten sich wohl nur bei einem Mega-Angebot aus der Reserve locken lassen. Mit Julian Weigl haben die Schwarz-Gelben schließlich in der aktuellen ​Wintertransferperiode bereits einen zentralen Mittelfeldspieler ​an Benfica Lissabon abgegeben. Um auf etwaige Ausfälle der bisherigen Stammspieler in der Schaltzentrale vorbereitet zu sein, könnte sich die Dortmunder eine vorzeitige Trennung von Dahoud daher ohne einen prompten Ersatz kaum leisten.


Dahoud ist jetzt gefordert


In der Rückrunde gilt es für Dahoud ​nun Vollgas zu geben und die Lücke, die durch den Weggang von Julian Weigl entstanden ist, auszufüllen. Zwar sind beide Profis aufgrund ihrer Spielauffassung nicht wirklich vergleichbar, möglicherweise könnte Dahoud aber auch davon profitieren, dass sich die Dortmunder nach der Verpflichtung ihres neuen Mittelstürmers Erling Haaland wohl ohnehin neu justieren werden müssen.


Das Spielerprofil von Mahmoud Dahoud:

Position​​ZMF
​Alter​24
​Marktwert​8 Mio. Euro
​Vertragslaufzeit​30.06.2022
​BVB-Spiele​64
​BVB-Scorerpunkte​7


(Marktwert laut transfermarkt.de)


Komplett aussichtslos, erscheint die Situation von Dahoud daher keineswegs, zumal Lucien Favre prinzipiell durchaus von den Qualitäten des laufstarken Mittelfeldspielers überzeugt sein soll. Ein Dahoud in Topform könnte eine ideale Ergänzung für Mittelfeldmotor Axel Witsel sein. Um sich einen Stammplatz in Dortmund zu sichern, muss Dahoud aber seine Fehlerquote im Vergleich zur Hinrunde deutlich minimieren und auch in anderen Aspekten seines Spiels eine Schippe drauflegen.


An mangelnder Motivation dürfte Dahoud dabei nicht scheitern, schließlich muss man kein großer Prophet sein, um festzuhalten, dass dem Ex-Gladbacher nicht mehr viele Schwächeperioden zugestanden werden dürften. Liefert der Rechtsfuß auch in der Rückrunde nicht ab, könnte sich seine Zeit in Dortmund endgültig einem Ende entgegen neigen. Jede Einsatzminute sollte von Dahoud daher als Chance begriffen werden, Werbung in eigener Sache zu machen - zur Not auch um sich im kommenden Sommer für andere Vereine attraktiver zu machen.