​Eine große Zukunft haben sie ihm nicht mehr prophezeit, beim ​FC Arsenal. Doch das war noch unter Unai Emery. Und wie das im Fußball halt so ist: Neuer Trainer, neues Glück. Im Fall von ​Mesut Özil könnte dieser Spruch tatsächlich wahr werden. 


Denn unter Mikel Arteta hat Özil das Lächeln wiedergefunden. Die Freude am Fußball. Die ihm unter Artetas Vorgänger fast schon komplett abhanden gekommen war. Nur ungern erinnert sich der Weltmeister von 2014 an diese "schwierige Zeit", wie er sie selbst bezeichnet. (Quelle: transfermarkt.de)


Unter "dem alten Trainer", wie Özil, ohne den Namen zu nennen, ihn bezeichnet, also unter Emery, war der Deutsch-Türke zu einem reinen Statisten degradiert worden. Doch schon kurz vor der Absetzung des früheren Sevilla-Coaches bemerkte man einen zarten Aufschwung, sowohl bei Özil als auch bei der restlichen Mannschaft. Der nach Artetas Übernahme des Trainerpostens anhielt.


Seitdem schwärmt Özil von seinem neuen Chef in den höchsten Tönen: "Man merkt, dass er hungrig ist, viel gelernt hat und der Mannschaft helfen will. Wir sind auf einem guten Weg. Alle Spieler sind glücklich und lachen - das ist das, was wir brauchen." 


Und auf einmal kann sich der feine Techniker sogar wieder vorstellen, über das Vertragsende im Sommer 2021 hinaus bei den Gunners zu bleiben. Zumindest sei er erstmal "glücklich, dass [er] nach der Saison noch ein weiteres Jahr habe." (Quelle: BeINsports, via transfermarkt.de). Doch genau da könnte auch die Crux liegen. 


Wie plant Arsenal mit Özil?


Denn gemäß den eigenen Ankündigungen der Vereinsverantwortlichen, sollen beim FC Arsenal zukünftig alle Spieler, die nicht mindestens noch zwei Jahre Vertragslaufzeit haben, entweder verlängern - oder gehen! Sprich: Sich einen neuen Verein suchen. Hopp - oder topp, sozusagen!


Im aktuellen Kader gilt das für Shkodran Mustafi, Pierre-Emerick Aubameyang - und eben Mesut Özil. Eine Verlängerung zu denselben Konditionen wird der Klub Özil mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht anbieten. Dafür waren die Leistungen des mittlerweile 31-Jährigen in den letzten beiden Jahren zu erratisch - und das kolportierte Gehalt (schlappe 20 Millionen Euro jährlich) unverhältnismäßig hoch.


Doch ob sich Özil auf eine Verlängerung zu geringeren Bezügen einlässt, bleibt abzuwarten. Denn dass er trotz der schwächeren letzten Jahre immer noch einen gewissen Markt in Europa hat, ist ebenfalls unstrittig. In der jüngeren Vergangenheit wurde immer wieder mal über das angebliche Interesse türkischer Klubs an Özil berichtet. 


So oder so - nichts genaues weiß man nicht. Stand heute zumindest. Doch das scheint Özil nicht viel auszumachen. Relativ locker und entspannt schaut er nach vorne. "Was in der Zukunft passieren wird, weiß ich selber nicht und ich bin auch gespannt darauf." Und wir mit ihm.