Paukenschlag bei Hannover 96: Wie der Zweitligist am Donnerstag mitteilte, wurde Jan Schlaudraff mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben als Sportdirektor entbunden.


Schlaudraff, der als Profi von 2008 bis 2015 für die Niedersachsen aktiv war, ​wurde erst im April als Assistent der Geschäftsführung vorgestellt und nach dem Abstieg aus der ​Bundesliga zum neuen Sportdirektor befördert. Unter der Leitung des 36-Jährigen sowie Trainer Mirko Slomka sollte die Grundlage für den direkten Wiederaufstieg geschaffen werden, doch davon ist Hannover weit entfernt.


Schlaudraff muss gehen - Zuber übernimmt


Mit 21 Punkten aus 18 Spielen belegt die Mannschaft den 13. Tabellenplatz, der Rückstand auf die Aufstiegsplätze beträgt zehn Punkte. Bereits nach dem zwölften Spieltag trennte sich 96 von Slomka, Mitte November wurde Kenan Kocak als neuer Übungsleiter präsentiert. Nun zogen die Verantwortlichen auch auf dem Sportdirektor-Posten die Reißleine.

"Für die Weiterentwicklung des Klubs sind in den nächsten Wochen und Monaten die Weichen zu stellen: Dafür sind Klarheit, Ruhe, Geschlossenheit und Vertrauen notwendig, deshalb hat sich die Geschäftsführung mit Martin Kind und Björn Bremer nach intensiven Diskussionen zu diesem Schritt entschlossen", heißt es in einer Mitteilung auf der Vereinswebsite


Vorerst werde Gerhard Zuber, seinerseits Sportlicher Leiter, Schlaudraffs Aufgaben übernehmen. Pikant: Zuber befindet sich seit Monaten im Rechtsstreit mit 96. Wie der Sport-Informations-Dienst am Mittwoch berichtete, hat das Arbeitsgericht Hannover Zubers Klage auf Entfristung seines Arbeitsvertrags stattgegeben (via Sport1). Unabhängig davon genieße er "das volle Vertrauen der Geschäftsführung".