​Bis vor kurzem schien ein Weggang des österreichischen Abwehrspielers ​Stefan Ilsanker (32) von ​RB Leipzig so gut wie sicher. Dem Spieler war vor allem seine vorläufige Nicht-Nominierung für den Champions-League-Kader der Leipziger im vergangenen Sommer sauer aufgestoßen. In der Folge beschäftigte sich der Abwehrrecke intensiv mit einem Vereinswechsel in diesem Winter. Doch der wird nicht zustande kommen.


Und dafür sorgen, wie so häufig in einem Fußball-Verein, die Verletzungen der Kollegen.

Denn nachdem sich in kurzer Folge sowohl Ibrahima Konaté (Riss im Hüftbeuger, fällt voraussichtlich bis Mitte März aus) und Publikumsliebling Willy Orban (Knie-OP, wohl bis April außer Gefecht) verletzten, ging für den quasi schon aussortierten Ilsanker eine vormals geschlossene Tür wieder auf. 


Ilsanker wird wohl für K.o-Phase der Champions League nachnominiert


"Ilse" kam zu vermehrten Einsatzzeiten - und wusste dabei durchaus zu überzeugen. So sehr, dass die RB-Bosse jetzt erwägen, Ilsanker für die K.o-Phase der ​Königsklasse nachzunominieren. Bis zum 3. Februar haben sie dafür Zeit.


Die Statuten der UEFA erlauben es, nach der Gruppenphase drei Spieler nachträglich einzuschreiben, die bis dahin keine Einsätze in dem Wettbewerb hatten. Ilsanker wird aller Voraussicht nach einer der drei sein.


"Unter den Umständen, mit den verletzten Orban und Konaté, wäre es schwierig, Ilse gehen zu lassen. Generell steht der Erfolg der Mannschaft immer vor den Interessen einzelner Spieler", bestätigte RB-Sportchef Markus Krösche, quasi durch die Blume, gegenüber der Bild-Zeitung derartige Gedankenspiele.

Markus Kroesche

Krösche erteilte Islankers Wechsel-Gedanken eine Abfuhr


Damit wird Ilsanker also mindestens bis zum Sommer noch bei den Sachsen bleiben. Und somit auch eine Option sein beim Champions-League-Achtelfinale gegen die Tottenham Hotspurs.

Zumindest im Hinspiel wird nämlich auch noch der gelbgesperrte Dayot Upamecano fehlen. 

Zuletzt war Stefan Ilsanker auch mit einem Wechsel nach China in Verbindung gebracht worden. ​Auch der 1. FC Köln kloppte einen möglichen Winter-Transfer ab.