​Am Dienstag gab der HSV bekannt, ​dass man Jordan Beyer von Borussia Mönchengladbach verpflichten konnte. Der Verteidiger sieht den Wechsel als "Fortschritt".


Da mit Jan Gyamerah und Josha Vagnoman die beiden etatmäßigen Rechtsverteidiger des HSV noch ein paar Wochen ausfallen werden, liehen die Rothosen Jordan Beyer aus Gladbach bis zum Saisonende aus. Sportvorstand Jonas Boldt bezeichnete den Youngster bei der Transfer-Bekanntgabe als seinen "Wunschkandidat".

Jordan Beyer

Im Gespräch mit der vereinseigenen Presseabteilung des HSV verriet Beyer, warum er den Wechsel in die zweite Liga gewagt hat: "Die Ausgangssituation in ​Mönchengladbach war so, dass wir uns mit dem Trainer und Manager zusammengesetzt haben und dann gemeinsam zu der Entscheidung gekommen sind, dass eine Leihe zum HSV die beste Lösung ist, um Spielpraxis zu sammeln. Dementsprechend bin ich den Verantwortlichen der Borussia auch sehr dankbar, dass sie mir bei der Leihe so entgegengekommen sind. Natürlich hat in meinen Überlegungen auch eine Rolle gespielt, dass hier aktuell zwei etatmäßige Rechtsverteidiger verletzt fehlen."


Beyer sieht die Leihe insgesamt "für mich persönlich als Fortschritt, da ich nun größere Chancen habe zu spielen".


Hecking als wichtiges Argument für Beyer


Eine besondere Rolle bei dem Transfer hat natürlich auch Dieter Hecking gespielt, unter dem Beyer seine ersten Schritte im Profibereich unternommen hat und unter dem er in der Vorsaison zeitweise sogar als Stammspieler gesetzt war. Der 19-Jährige: "Das ist natürlich eine besondere Konstellation für mich. [...] Auch Dirk Bremser (Co-Trainer, Anm.) kenne ich aus Mönchengladbach, so dass es im besten Fall einfacher wird, die Automatismen zu verstehen. Ich weiß, wie das Trainerteam spielen möchte, das wird auf jeden Fall helfen.


Zudem verriet Beyer, dass er sowohl als Innen- als auch als Rechtsverteidiger auflaufen kann - wo er tatsächlich auflaufen werde, sei ihm egal: "Letztendlich werde ich da spielen, wo ich gebraucht werde." Aufgrund der Verletzungssorgen hinten rechts darf man aber getrost davon ausgehen, dass Hecking den Neuzugang hauptsächlich als Außenverteidiger aufbieten wird.


Worauf sich Beyer beim HSV sonst noch freue? "Der ​HSV ist ein traditionsreicher Club mit großen Ambitionen, denen wollen wir gerecht werden. Ich habe gelesen, dass zu den Heimspielen in dieser Saison im Schnitt mehr als 47.000 Zuschauer ins Volksparkstadion gekommen sind. Das kann sich absolut sehen lassen."